Februar 2020


„Baufehler an Wohngebäuden“ – Verband Privater Bauherren und Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen veröffentlichen gemeinsame Studie

BERLIN. Vor 24 Jahren, 1996, hat die Bundesregierung ihren letzten Bauschadensbericht herausgegeben. Seither gibt es keine verlässlichen Zahlen mehr zu Schäden am Bau.

Gleichzeitig bauen heute mehr Menschen denn je, denn in der Niedrigzinsphase bietet die eigene Immobilie den besten Schutz für das sauer Ersparte und ermöglicht den Aufbau der privaten Altersvorsorge. Auch das Baukindergeld wird inzwischen zunehmend in den Neubau investiert. Zeit also, gerade im Schlüsselfertigbau, der dabei die häufigste Vertragsgestaltung darstellt, die Ausführungsqualität unter die Lupe zu nehmen.

Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. hat dafür gemeinsam mit dem Verband Privater Bauherren (VPB) die Ausführungsqualitäten auf den Baustellen in Deutschland analysiert. Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ fasst die Ergebnisse zusammen.

Die Analyse beschäftigt sich mit Ausführungsfehlern, denn Bauen wird immer komplizierter. Die anspruchsvolle Technik der gesetzlich geforderten hocheffizienten Gebäude stellt alle am Bau Beteiligten vor ständig neue Herausforderungen. Bei der Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Fehler passieren. Zwar führt nicht jeder Baufehler gleich zu gravierenden Schäden, Baufehler sind aber wichtige Indizien für Ausführungsprobleme und Schwächen an Bauelementen und in Konstruktionen. Sie zeigen damit, wo technische Aufklärung und in der Baubranche weitere Fortbildungen sinnvoll sind. Sie zeigen auch, an welchen Stellen Bauausführungen ggf. planerisch überdacht werden sollten, weil sie fehleranfällig sind – und an welchen Stellen auch Verbraucher ganz besonders genau hingucken sollten, wenn sie neu bauen.

Die vorliegende Baufehlerstudie basiert auf der anonymisierten Analyse von über 1.000 bundesweit verteilten Baustellenbegehungen im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung, die im VPB durchgeführt wurden.

Mit dem Bericht verfolgen VPB und die Arbeitsgemeinschaft

VPB: Vorkaufsrecht kann Baupläne gefährden

BERLIN. Viele Käufer von Grundstücken oder Bestandsimmobilien reagieren überrascht, wenn der Notar nach der Beurkundung erklärt, er müsse nun noch die Verzichtserklärung einholen. Das ist übliche Praxis, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB): Kommunen können bei Grundstücken in ihrer Gemarkung ein Vorkaufsrecht haben. Sie können ein Grundstück erwerben, sobald es verkauft werden soll. Damit sollen sie die Möglichkeit bekommen, sich ein für die infrastrukturelle Entwicklung wichtiges Areal zu sichern, etwa wenn in einem Gebiet mittelfristig eine Kita gebaut werden soll, aber das Bauland dazu fehlt. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht nicht, bekommt der Notar die Verzichtserklärung und der Kauf geht, wie beurkundet, über die Bühne. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht, muss sie denselben Preis bezahlen, den der Verkäufer vom potenziellen Käufer bekommen hätte – nur bei deutlicher Überschreitung ist dieser bis zum Verkehrswert herabsetzbar. Der Verkäufer hat also keinen Nachteil. Die Käufer allerdings können ein schon sicher geglaubtes Areal in letzter Minute noch verlieren. Der VPB rät angehenden Bauherren deshalb, keine Bauverträge zu unterzeichnen, bevor das Grundstück nicht wirklich in ihr Eigentum übergegangen ist.

VPB: Grundstücksteilung nicht überall möglich

BERLIN. Grundstücke sind rar. Viele Bauherren kommen deshalb auf die Idee, ein großes Altbaugrundstück zu kaufen und zu parzellieren. Die abgeteilte Fläche soll verkauft werden, der Erlös die eigene Finanzierung erleichtern. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät bei solchen Ideen zur Vorsicht, denn Grundstücksteilungen sind nicht ohne Weiteres möglich. Zwar ist in manchen Kommunen die Nachverdichtung ausdrücklich erwünscht, aber die Parzellierung eines bestehenden Areals ist ein amtlicher Vorgang und gesetzlich geregelt. Zunächst muss immer geklärt werden, ob das Grundstück überhaupt geteilt werden darf. Ist das der Fall, muss das Vermessungsamt, meist aber ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur, die beiden neu entstandenen Grundstücke einmessen. Zur Eintragung der neuen Grundstücke im Grundbuch durch das Amt müssen auch Unterlagen vom Notar beurkundet werden. Dabei fallen auf allen Seiten Gebühren an. Außerdem muss das neue Grundstück erschlossen werden. Bei einem Hinterliegergrundstück bedeutet das lange Wege für die Hausanschlüsse, eine Zufahrt für die Feuerwehr und Wegerechte. Das beeinträchtigt dann auch den vorderen Nachbarn. Der VPB rät, diese Detailfragen lieber vor als nach dem Kauf des Grundstücks zu klären.

VPB in der Metropolregion Hamburg: Bauherrenbetreuung jetzt vernetzt über kommunale Grenzen hinweg

BERLIN. Seit Anfang 2020 arbeiten die Berater des Verbands Privater Bauherren (VPB) in Hamburg, Pinneberg, Lüneburg, Schwerin und im neu eröffneten VPB-Büro Ahrensburg noch enger zusammen als zuvor. Gemeinsam stehen sie allen Bauherren in der Metropolregion Hamburg für Anfragen und Beratungen zur Verfügung, ganz gleich, wo jemand wohnt, kauft oder baut.

Dipl.-Ing. Herbert Oberhagemann, Leiter des neuen VPB-Büros Ahrensburg, erklärt das System: „Viele junge Familien, die in Hamburg arbeiten und dort zur Miete wohnen, suchen sich für den Hausbau ein bezahlbares Grundstück im Umland. Sie haben aber meist keine Zeit, regelmäßig in Pinneberg oder Lüneburg auf ihrer Baustelle nach dem Rechten zu sehen. Das übernehmen wir nun für die Bauherren flächendeckend in der gesamten Metropolregion Hamburg.“

Selbstverständlich funktioniert das Prinzip auch umgekehrt. Dipl.-Ing Karl-Heinz Schneider, Leiter des VPB-Büros Hamburg, berät immer häufiger Kaufinteressenten, die ihr Eigenheim im Umland aufgeben und einen stadtnahen Wohnsitz fürs Alter suchen. „Wir beraten nicht nur beim Hausbau oder dem Kauf einer Wohnimmobilie, sondern auch beim Verkauf, beim Abbau von Barrieren, bei Umbau und Sanierung.“

Attraktiv ist das VPB-Angebot auch für alle, die noch auf der Suche nach einer Wohnung oder einem Bauplatz sind. „Gleich ob sie sich heute einen Rohbau in Pinneberg anschauen, morgen einen Bauplatz in Schwerin prüfen, oder nächste Woche eine Bestandsimmobilie in Lüneburg begutachten, überall begleitet sie der jeweilige VPB-Berater, der die Gegebenheiten vor Ort gut kennt“, erklärt Dipl.-Ing. Günter Kampe, Leiter des VPB-Büros Pinneberg. Die VPB-Sachverständigen sind Ansprechpartner für alle Bauherren, egal wo in der Metropolregion Hamburg sie wohnen oder bauen, kaufen oder sanieren, stehen sie bereit und sorgen für kurze Wege.

Zum VPB-Netzwerk in der Metropolregion Hamburg gehören:

VPB-Regionalbüro Hamburg: Dipl.-Ing. Karl-Heinz Schneider,
Meldorfer Straße 19, 20251 Hamburg, Telefon: 0 40 / 37 50 03 02, E-Mail: hamburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Pinneberg: Dipl.-Ing. Günter Kampe,
Mühlenstraße 102, 25499 Tangstedt, Telefon 041 01 /3 96 99 88, E-Mail: pinneberg@vpb.de;

VPB-Regionalbüro Ahrensburg: Dipl.-Ing. Herbert Oberhagemann,
Friedensallee 71, 22926 Ahrensburg, Telefon 041 02 – 40 265, E-Mail: ahrensburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Lüneburg: Dipl.-Ing. Dirk Rüppel,
Theodor-Storm-Straße 37a, 21337 Lüneburg, Telefon 041 31/7 27 45 86, E-Mail: lueneburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Schwerin: Dipl.-Ing. Thomas Isbarn,
Hospitalstraße 5b, 19055 Schwerin, Telefon: 03 85 / 34 35 95 67, E-Mail: schwerin@vpb.de.

VPB rät: Sturmschäden nach „Sabine“ schnell beheben

BERLIN. „Sabine“ hatte es in sich! Selten zuvor hat ein Sturm über der Bundesrepublik solche enormen Kräfte entwickelt. Mit orkanstarken Böen entwurzelte sie nicht nur Bäume, sondern lockerte selbst schwere Dachziegel, hob sie an und verschob sie. Damit ist das zerstörte Dach nicht nur offen für Regen, sondern auch eine Gefahr für die Allgemeinheit, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn ungesicherte Ziegel können herabstürzen und Menschen verletzen. Sturmschäden müssen immer möglichst schnell beseitigt werden. Hausbesitzer sind in der Pflicht, erinnert der VPB und rät: Jetzt nach dem Sturm das Haus schnellstens auf Schäden prüfen und diese umgehend beheben lassen.

Stark beansprucht werden von schweren Stürmen nicht nur Ziegel, sondern auch Fassadenverkleidungen. Häufig lösen sich Schindeln oder sogar Bretter aus dem Giebelfeld. Rings um Dachgauben können sich Teile lockern. Auch dort wird dem Regen der Weg ins Hausinnere erleichtert, und natürlich können solche Bauteile beim Herunterfallen gefährlich werden.

Kommt zum Sturm schwerer Regen, wie bei „Sabine“ jetzt, dann können auch Dächer, in die es seit Jahren oder sogar noch nie hineingeregnet hat, durchnässt werden. Hässliche Flecken an blütenweißen Dachschrägen zeugen dann vom Malheur – manchmal erst nach Tagen oder Wochen. Grund dafür ist die Mischung aus extrem viel Regen und starken Windböen. Normalerweise läuft auf dem ordentlich gedeckten Dach das Regenwasser auf der lückenlos geschlossenen Oberseite ab. Wenn die Dachneigung stimmt, dann folgt es einfach der Schwerkraft. Auch große Wassermassen können so problemlos abfließen. Kommt aber starker, böiger Wind hinzu, oder auch viel Hagel, der den Wasserablauf kurz blockiert, dann kann das Regenwasser hoch und unter die geschlossene Ziegeldecke gedrückt werden. Dort bahnt es sich dann seinen Weg ins Innere,

VPB rät: Rechnung nicht zu früh bezahlen

BERLIN. Bauherren wollen alles richtig machen, machen aber doch wichtige Dinge immer wieder falsch. Dazu gehören nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) das Unterzeichnen überzogener Zahlungspläne und das vorzeitige Bezahlen von Rechnungen. So gut wie zu jedem Schlüsselfertighaus gibt es einen Bauvertrag mit einem Zahlungsplan. Der Zahlungsplan legt fest, wann welche Abschläge fällig werden. Nach VPB-Erfahrung sind viele Zahlungspläne überzogen: Die Höhe der ersten Raten liegt über dem jeweiligen Gegenwert des Rohbaus. Bauherren leisten also unfreiwillig Vorkasse – falls das nicht bei der Vertragsprüfung ganz am Anfang auffällt. Aber auch, wenn der Zahlungsplan ausgewogen ist, kommen die Rechnungen der Baufirmen prompt, sobald der jeweilige Bauabschnitt erreicht ist. Bauherren sollten diese Rechnungen auch zügig bezahlen – allerdings nur dann, wenn sie absolut sicher sind, dass der jeweilige Bauabschnitt, auf den sich die Abschlagsrechnung bezieht, auch tatsächlich mängelfrei fertiggestellt ist. Auch das – ebenso wie den Bauvertrag vor der Unterschrift – kontrollieren unabhängige Sachverständige im Auftrag der Bauherren. Zahlen die Bauherren vorzeitig und ohne Kontrolle des Bauabschnitts, geben sie eventuell ihr einziges Druckmittel – das Geld – aus der Hand. Zeigen sich dann Mängel, ist es meist schwer, die Baufirma zur Nachbesserung zu überreden. Der VPB rät deshalb: Rechnungen erst dann komplett bezahlen, wenn zweifelsfrei feststeht: Der Bauabschnitt ist in Ordnung.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen