Oktober 2020


VPB: Beim Bauen mit Restposten genau rechnen!

BERLIN. Wer nachhaltig lebt, nutzt Second-Hand-Angebote und Restposten. Heimwerker und Bauherren können so Geld sparen. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) sitzen viele Handwerksbetriebe auf Restposten, die ihnen die Lager verstopfen. Es lohnt sich deshalb, für Fliesen, Bodenbeläge, Sanitärausstattungen oder Innentüren beim örtlichen Handwerksbetrieb gezielt nach Restposten zu fragen. In der Regel handelt es sich um Neuware, meist sind es nur Dekore aus dem Vorjahr, die nun niemand mehr ordert. Die Ware ist allerdings beschränkt auf den jeweiligen Posten, Nachlieferungen aus dem Werk sind in der Regel nicht mehr möglich. Der VPB rät deshalb, genau zu rechnen, ob die angebotenen Mengen für das eigene Projekt ausreichen. Detaillierte Verlegepläne sind unentbehrlich, damit nicht zum Schluss zwei, drei Fliesen fehlen. Gerade bei Fliesen sollten Bauherren immer einige in Reserve haben, um spätere Schäden ausbessern zu können.

VPB: Schon bei der Planung ans Wassersparen denken

BERLIN. Den dritten Sommer infolge hat es zu wenig geregnet, vielerorts sind die Grundwasserpegel so tief gesunken, sorgloses Wässern, Autowaschen oder Poolfüllen ist nicht länger möglich. Das wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Hauseigentümer sollten sich darauf einstellen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Eine vergleichsweise einfache Möglichkeit Gießwasser zu sparen, ist das Sammeln von Regenwasser. Entsprechende Zisternen lassen sich beim Neubau gleich einplanen, samt Zuleitungen vom Dach und Carport. Wer ein Schwimmbad haben möchte, sollte über einen Schwimmteich als Alternative nachdenken, er muss nicht regelmäßig mit Frischwasser neu befüllt werden, wie der klassische Pool. Eine Möglichkeit zumindest Geld zu sparen, ist die Beantragung eines Gartenwasseranschlusses bei der Kommune. Für Gießwasser, das im Garten versickert, wird nur das Frischwasser in Rechnung gestellt, nicht aber die Kanalgebühren. Das schont zwar den Geldbeutel, nicht aber die Ressource Wasser. Wer über ein Grauwasser-System nachdenkt und Abwasser aus Dusche oder Waschmaschine zum Beispiel für die Toilettenspülung ein zweites Mal nutzen möchte, sollte sich frühzeitig vom unabhängigen Sachverständigen beraten lassen, denn das System muss von Anfang an in die Haustechnik eingeplant werden.

VPB: Neubauplanung steht und fällt mit dem Baugrund

BERLIN. Wer ein Grundstück kauft, der sollte nicht nur auf die oberirdischen Qualitäten wie Lage, Preis und die nahegelegene, persönlich nötige Infrastruktur achten, sondern auch auf die unterirdischen Besonderheiten, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Unter mancher Krume ticken nämlich unerwünschte Zeitbomben: Altlasten, Abfälle, Fels, drückendes Grundwasser oder tatsächlich Blindgänger aus dem letzten Weltkrieg. Je nach Beschaffenheit des Bodens muss das Grundstück zunächst eventuell saniert und die Gründung des Hauses entsprechend geplant werden. Es liegt auf der Hand: Erst wenn die Besonderheiten des Baugrunds bekannt sind, können Bauherren adäquat planen lassen und Baufirmen auch seriös kalkulieren. Aufschluss über den Boden gibt das Baugrundgutachten. Es sollte so früh wie möglich gemacht werden,  im Idealfall vor dem Grundstückskauf. Für alle seit dem 1.1.2018 geschlossenen Verbraucherbauverträge gilt das neue Bauvertragsrecht. Demnach müssen Baufirmen den Bauherren zu Beginn eine ausführliche Baubeschreibung übergeben. Darin müssen sich die Baufirmen auch zum Keller äußern – und, sofern es noch kein Baugrundgutachten gibt, auf diese Unwägbarkeit hinweisen. Nur: Erkennen Laien auch die Tragweite des Hinweises? Wer seine Baubeschreibung und den späteren Bauvertrag vor der Unterschrift vom unabhängigen Experten prüfen lässt, erfährt rechtzeitig, ob das Haus wegen unerkannter Bodenprobleme eventuell 20.000 Euro teurer wird oder nicht.

VPB: Baugenehmigung kann dauern

BERLIN. Seit dem Ausbruch der Corona-Krise arbeiten nicht nur Firmen, sondern auch Behörden im reduzierten Modus. Die Sprechzeiten sind beschränkt, Auskünfte und auch Genehmigungen dauern länger. Darauf sollten sich Bauherren einstellen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Solange Bauherren beispielsweise nicht wissen, wie sie auf ihrem Grundstück bauen dürfen, sollten sie keinen Bauvertrag unterzeichnen. Das gilt vor allem, wenn kein gültiger Bebauungsplan vorliegt und die Bauherren nach Paragraph 34 Baugesetz planen. In diesen Fällen müssen die Baumaßnahmen individuell mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt werden. Erst wenn die Baugenehmigung vorliegt, können Bauherren mit dem Hausbau beginnen. Ohne Genehmigung kein Hausbau. Verzögerungen bei der Genehmigung haben wiederum Auswirkungen, die Bauherren einkalkulieren müssen: Mit dem Einzugstermin verschieben sich auch der Beginn der Finanzierung, ebenso die Kündigung der Mietwohnung, oder die Umschulung der Kinder an den neuen Wohnort und vieles mehr. Auch das sollten Bauherren einkalkulieren.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

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