Author: ameli


Drei Reports, eine Botschaft – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im Oktober 2017

Eigentlich sind Pharma-Manager doch böse Buben: Ständig bringen sie neue Medikamente auf den Markt, die kaum besser sind als die alten, und verlangen dafür auch noch hohe Preise! Das ist die Botschaft, mit der die diversen Arzneireporte der gesetzlichen Krankenkassen auch in diesem Herbst unisono deren politische Absicht kaschieren: nämlich den Pharmamarkt weiter zu regulieren.

Ob Barmer Arzneimittelreport, TK-Innovationsreport oder zuletzt der Arzneiverordnungs-Report (AVR) des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO). Die Schlagworte sind ähnlich: „Kosten für Krebsmedikamente explodieren“ (Barmer); „Pharmaindustrie überzieht Preisschraube“ (TK). „Patentgeschützte Arzneimittel werden immer teurer“ (AVR). Von therapeutischem Fortschritt dagegen wird kaum gesprochen. Im Gegenteil: Wenn überhaupt, dann wird er kleingeredet.

VPB: Vorsicht, wenn Haushersteller Sicherheiten verlangen!

BERLIN. „Die Vergütung ist bei der Abnahme des Werkes zu entrichten“ so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, §641). Baufirmen müssen also erst das Haus bauen, bevor sie ihr Geld bekommen. Kaum eine Baufirma hat aber genug Kapital, um über Monate Mitarbeiter zu bezahlen und Material zu kaufen. Deshalb stellen die Firmen zwischendurch immer wieder Abschlagsrechnungen und mildern so ihre Vorleistungspflicht.

Schlüsselfertiganbieter regeln das über Abschlagszahlungspläne in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). „Das ist übliches Prozedere“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Allerdings sollten Bauherren immer darauf achten, dass die Zahlungspläne ausgewogen sind und sie nicht unfreiwillig in Vorleistung gehen.“

VPB: Keine alten Verträge mehr abschließen!

BERLIN. Ab 2018 haben private Bauherren mehr Rechte: Sie bekommen dann beim Schlüsselfertigbau und vom Bauträger zum Beispiel verständliche Baubeschreibungen sowie eigene Pläne und Berechnungen, und die Baufirmen müssen ihnen konkrete Daten zur Fertigstellung der Immobilie nennen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Alle diese Dinge können auch jetzt schon freiwillig in den Vertrag zwischen Baufirma und Bauherren hinein verhandelt werden. Der VPB rät deshalb: Bauherren, die jetzt im Herbst einen Bauvertrag abschließen, sollten schon auf dem neuen Bauvertragsrecht bestehen. Lässt sich die Firma nicht darauf ein, lieber warten oder eine andere Firma suchen. Mehr zum Bauvertragsrecht

Gemeinsam für eine bessere Kontinenzversorgung

Durch die Vermittlung von Pflegeroutinen, praktischen Arbeitshilfen und Schulungen sowie einem breiten Angebot innovativer Inkontinenz-Produkte unterstützt TENA Pflegeheime auf der ganzen Welt, um ihren Bewohnern die bestmögliche Pflege zu bieten. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein einzigartiger Ansatz: TENA Solutions. Das erfolgreiche Konzept des Marktführers für aufsaugende Inkontinenz-Produkte wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Bewohner, die Arbeitsatmosphäre in der Einrichtung, das Budget und nicht zuletzt auf die Umwelt aus.

VPB: In Hochwassergebieten auf Keller verzichten

BERLIN. Wer in einem Gebiet baut, das bei extremem Hochwasser eventuell überschwemmt werden könnte, der sollte das Hochwasser von Anfang an in seine Planungen einbeziehen und generell auf den Bau eines Kellers verzichten, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Auch ein zusätzlicher Sockel bildet zwar eine Barriere, bringt aber ein Plus an Hochwassersicherheit für das Haus. Wer ein Grundstück kauft, der sollte sich deshalb im Vorfeld informieren, wie es um die Hochwassergefahr bestellt ist. Wasserprobleme haben aber nicht nur Bauherren in Überflutungsgebieten, sondern überall, wo das Grundwasser drückt. In solchen Regionen empfiehlt sich immer der Bau eines abgedichteten Kellers, einer sogenannten Weißen Wanne – oder auch der Verzicht auf den Keller. Außerdem, so raten VPB-Experten, sollten Bauherren entsprechende Rückstauverschlüsse einbauen lassen und diese später im Betrieb auch regelmäßig warten. Hilfreich bei der Klärung der Wasser- und Bodenverhältnisse sind Recherchen beim zuständigen Bauamt und ein Baugrundgutachten. Bebauungspläne untersagen mitunter den Bau von Kellern oder schreiben sogar aufgeständerte Bauweise vor. Bauherren, die von auswärts zuziehen, sollten sich nicht allein auf Aussagen der Makler oder Schlüsselfertigfirmen verlassen.

VPB rät zu regelmäßigen Baukontrollen bei sinkenden Temperaturen

Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen, um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. „Das klappt oft nicht“, weiß Marc Ellinger. „Gerade bei Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, beobachten wir bei den Baukontrollen später häufig frostbedingte Schäden. Dazu gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, sprich Hohlstellenbildung.“ Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur, also eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen.

Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen. „Damit muss die Baufirma rechtzeitig anfangen“, mahnt der Sachverständige, „sonst kühlt der Bau erst aus und muss dann wieder unter Einsatz von viel Energie aufgeheizt werden.“ Geeignet sind elektrische Heizgebläse oder die hauseigene Heizung, sofern sie schon funktioniert. Nicht ideal sind Gasheizer, denn sie produzieren mit jedem Liter Gas, den sie verbrauchen, nicht nur Wärme, sondern auch einen Liter Wasser; der muss zusätzlich beseitigt werden und verzögert die Trocknung entsprechend.

VPB: Beim Immobilienkauf auf Bauqualität achten

BERLIN. Der Immobilienmarkt brummt, die Preise steigen. Mangels attraktiver Geldanlagemöglichkeiten investieren viele Menschen Geld in Immobilien und bezahlen dabei immer höhere Preise, vor allem in den Metropolen. Die enorme Nachfrage bringt Käufern weitere Nachteile: Die Schlüsselfertiganbieter lassen fast nicht mehr mit sich verhandeln, Sonderwünsche sind kaum durchsetzbar. Vor allem aber leidet die Bauqualität, so beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) auf zahlreichen Baustellen. Weil die Auftragsbücher voll sind und die Kunden ungeduldig, verdingen die Baufirmen immer mehr Mitarbeiter, die fachlich nicht ausreichend geschult sind. Baumängel sind die Folge. Umso wichtiger ist nach Erfahrung der VPB-Sachverständigen die laufende Bau- und Qualitätskontrolle sowohl beim Einfamilienhaus als auch bei Eigentumswohnungen. Bauherren und Käufer sollten unabhängige Experten mit regelmäßigen Baustellenbesuchen beauftragen, damit sich ihr Investment auch rechnet und sie nicht zum Schluss auf mangelhaften Immobilien sitzenbleiben, die weniger wert sind, als sie dafür bezahlt haben.

VPB: Erst Grundstück kaufen, dann Haus!

BERLIN. Grundstücke sind rar, und manchmal werden auch sicher geglaubte Areale den Käufern in letzter Minute weggeschnappt, weil ein anderer Interessent ein paar Euro mehr bietet. Wer bereits im Vertrauen auf den Grundstückskauf einen Bauvertrag abschließt, kann böse auf die Nase fallen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Selbst einen Bauvertrag mit großzügigem Rücktrittsrecht sollten angehende Bauherren nicht schließen, wenn ihnen das Terrain noch nicht gehört. Aus mehreren Gründen: Zum einen ist nicht sicher, ob das ausgewählte Haus auf dem Grundstück überhaupt gebaut werden darf oder ob es aufwändig angepasst werden muss. Zum anderen können Keller und Gründung überhaupt erst geplant und preislich kalkuliert werden, wenn der Baugrund bekannt ist. Die Mehrkosten für spätere Anpassungen des Hauses an ein anderes Grundstück tragen in aller Regel die Bauherren. Und diese Mehrkosten können die Immobilienfinanzierung platzen lassen. Deshalb: Erst das Grundstück kaufen, dann das Haus.

VPB erinnert: Fundamenterder sind lebenswichtig

BERLIN. Aus den Augen, aus dem Sinn? „Den Begriff „Fundamenterder“ kennen die wenigsten Bauherren. Sie werden den Fundamenterder auch kaum zu Gesicht bekommen, denn er liegt entweder in der Bodenplatte des Hauses oder sogar noch erheblich darunter im Erdreich.“ Dipl.-Ing Dieter Hammes, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Aachen, hat bei jedem Hausbau mit dem Fundamenterder zu tun. „Der Fundamenterder ist Teil des elektrischen Schutzsystems eines Hauses. Er ist lebenswichtig für die Sicherheit der Bewohner, denn er leitet die Spannung bei Blitzeinschlägen im Haus oder in der Nachbarschaft ins Erdreich ab.“

Neues Parlament, alte Probleme – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im September 2017

Im gerade zu Ende gegangenen Bundestagswahlkampf hat das Thema Gesundheit keine große Rolle gespielt. Weder die Kanzlerin noch ihr Gesundheitsminister haben sich mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens hervorgetan, schreibt PPR-Geschäftsführer Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im September. Aber auch die SPD und die Opposition blieben weitgehend still und wiederholten lediglich ihre alte Leier von der Bürgerversicherung, mit der sie das Gesundheitswesen umkrempeln wollen.

Auch die Versuche des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa) mit seiner Plakataktion im Wartezimmer und der Apothekerschaft mit ihrem „Wahlradar Gesundheit“, der müden Diskussion Leben einzuhauchen, verpufften weitgehend wirkungslos.