Nun kommt alles doch nicht ganz so schnell: Die Drogeriekette Schlecker, die ab Mitte Februar in den Arzneimittel-Versandhandel einsteigen wollte, ihr Personal bereits informiert und die Kataloge angeblich schon gedruckt hatte, stellte ihre Pläne zunächst zurück. Die Fachwelt rätselt warum? Hatte ein Mitbewerber ein Haar in der Suppe gefunden und gegen das geplante Vertriebsmodell geklagt? Oder bekam das Unternehmen selbst kalte Füße, angesichts der Tatsache, dass die Versandapotheke „Vitsana“ zwar in den Niederlanden beheimatet, aber im Besitz einer spanischen Schlecker-Tochter ist? Anders als Holland steht nämlich Spanien nicht auf der Liste der Länder, denen das Bundesgesundheitsministerium vergleichbare Kriterien für den Betrieb von Apotheken attestiert und die damit auch Deutschland beliefern dürfen.
Wie dem auch sei. Die deutschen Apotheker haben wenig Grund, sich entspannt zurück zu legen. Denn verschoben ist nicht aufgehoben.