Thomas Postina

Thomas Postina, Geschäftsführer von PPR, bloggt über eines der spannendsten Themen unserer Gesellschaft: das Gesundheitswesen.

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Innovationen

Innovationen sind nicht umsonst zu haben. Dies wissen die Arzneimittelhersteller, die allein in Deutschland Jahr für Jahr gut fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken. Dies merken die Krankenversicherungen, denen die Ausgabensteigerungen bei innovativen Arzneimitteln ein Dorn im Auge sind, und dies beklagt die Politik, die den Kassen regulatorisch zur Seite springt.

Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) zielt darauf ab, die finanzielle Last der Innovationen für die Krankenkassen zu begrenzen. Es beschränkt die Freiheit des Herstellers, den Preis völlig neuer Medikamente selbst festzulegen, auf ein Jahr. Bis dahin muss er mit dem GKV-Spitzenverband einen Erstattungspreis ausgehandelt haben, andernfalls wird er von einer Schiedsstelle festgesetzt.

Imagebildung

09 Apr 10

Thomas Postina

Die Imagekurve der Pharma-Industrie ist in den letzten Monaten rasant abgestürzt und hat einen seit Jahren nicht mehr gesehenen Tiefpunkt erreicht. Die Medien zeichnen das Bild einer raffgierigen Branche, der jedes Mittel zur Profitoptimierung recht ist.

Den Vogel schoss das ZDF am 10. März ab, dem Tage, an dem das Bundesgesundheits-ministerium die Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und einen Anstieg der Arzneimittelausgaben pro Versichertem um 5,3 Prozent veröffentlicht hatte. Die Nachrichtenredaktion des Mainzer Senders hievte einen Beitrag ins heute-journal, der nur einen Schluss zuließ: eine Bande Krimineller zieht durch die Lande und plündert Patienten und Krankenkassen aus.

Säulen ohne Macht

03 Apr 09

Thomas Postina

Wie sich die Einstellungen doch ändern: Eben noch galten Chemiefirmen, die ein breites Produktportfolio von Grund- bis Spezialchemikalien aufwiesen, als antiquiert. Nun, angesichts der Konjunkturentwicklung, empfinden viele diese Firmen mit dem angeblich überholten Geschäftsmodell wieder als Hoffnungsträger. In der aktuellen Wirtschaftskrise stehen sie besser da als die schlanke Konkurrenz. Besonders gut sind die Firmen dran, die auch oder ausschließlich Arzneimittel herstellen.

Die weitgehend konjunkturunabhängige pharmazeutische Industrie federt derzeit die Auftrags- und Umsatzeinbußen der Gesamtchemie in Deutschland ab. Denn dort hat sich der Absturz der Auftragseingänge und Umsätze des vierten Quartals 2008 im neuen Jahr fortgesetzt. Die Arzneimittelindustrie ist – wie es der Merck-Manager und Vorsitzende des VCI-Landesverbands Hessen, Dr. Bernd Reckmann, auf einer Pressekonferenz ausdrückte - „das stabile Standbein unserer Branche“.

Spontane Einfälle

01 Okt 08

Thomas Postina

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Mund recht voll genommen. Noch am selben Tag, an dem das Bundeskabinett den einheitlichen Krankenkassenbeitrag fürs nächste Jahr auf 15,5 Prozent festgesetzt hatte, überraschte die Ministerin mit der Versicherung, dieser Satz werde auch 2010 Bestand haben.

Wer das Gerangel um die Beitragshöhe miterlebt hat, der kann sich nur die Augen reiben. Nicht einmal der Schätzerkreis, dem Vertreter des Bundesversicherungsamts, des Gesundheitsministeriums und der Krankenkassen angehören, hatte sich auf eine Empfehlung an das Kabinett einigen können: die Kassenvertreter, die auf 15,8 Prozent beharrten, kämpften auf verlorenem Posten. Die Höhe des Krankenkassenbeitrags stand – darauf deuten viele Aussagen im Vorfeld hin - bereits vor Sitzungsbeginn fest.

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