Kategorie: Allgemein


VPB: Ärger vorbeugen, Bauzustand feststellen

BERLIN. Wer ein Grundstück im Bestand bebauen möchte, muss sich nicht nur mit dem Bauen an sich, sondern auch mit der Nachbarschaft auseinandersetzen. Viele Anwohner stehen Neubauprojekten skeptisch gegenüber, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sie fürchten Baulärm, sorgen sich um den Verlust von Bäumen, Licht, Luft und Ruhe im gewachsenen Quartier. Groß ist bei vielen auch die Angst, der Neubau könnte die eigene Immobilie beschädigen oder den Wert ihres Hauses beeinträchtigen. Drei Dinge, rät der VPB, sollten die neuen Grundstückseigentümer tun, um sich abzusichern und die neuen Nachbarn zu beruhigen: Mit den Nachbarn sprechen und ihre Pläne erklären, den Neubau sorgfältig planen und in allen Details genehmigen lassen und einen eigenen Bausachverständigen mit einer Bauzustandsfeststellung bei den Nachbarn beauftragen. Der Experte nimmt dann im Vorfeld die Grundstücke und Wohnungen der besorgten Anrainer in Augenschein und dokumentiert deren Zustand. So lässt sich später feststellen, ob die Bauarbeiten Schäden am Bestand verursacht haben oder nicht. Natürlich geht das nur, wenn die Anrainer dem Bausachverständigen auch Zutritt  gewähren, aber das liegt ja schließlich in deren eigenem Interesse.

VPB: Lohnt sich der Balkon am Einfamilienhaus?

BERLIN. Die meisten Einfamilienhäuser haben Balkone. Aber während sie bei der modernen Eigentumswohnung unverzichtbar sind, gehören Balkone am Einfamilienhaus zum Luxus, der sich sparen lässt. Denn wer nutzt schon einen kleinen Balkon, wenn er einen Garten zur Verfügung hat, gibt der Verband Privater Bauherren (VPB) zu bedenken. In vielen Fällen reichen auch französische Balkone, also bodentiefe Fenster mit absturzsicher montiertem Geländer. Sinnvoll sind Balkone am Einfamilienhaus allerdings immer dann, wenn die Bauherren das Haus nach dem Auszug der Kinder aufteilen und die obere Etage vermieten möchten. Dann, so rät der VPB, sollten der Balkon aber auch ausreichend groß geplant werden, damit er wie eine Terrasse genutzt werden kann. Außerdem sollten die zukünftigen Mieter von oben nicht gerade in alle Privatbereiche hineinschauen können. Der VPB gibt außerdem zu bedenken: Balkonkonstruktionen, die unabhängig vorm Gebäude stehen, sind technisch und bauphysikalisch unproblematischer, als Balkone, die ins Bauwerk integriert werden.

VPB: Beim Ausbauhaus die Aufgaben klären

BERLIN. Viele Bauherren sparen durch Eigenhilfe Geld. Manche trauen sich sogar an ein Ausbauhaus. Wer sich für ein solches Modell entscheidet, muss im Vorfeld genau klären, welche Arbeiten wer erbringt, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Manche Gewerke, wie beispielsweise Elektroarbeiten, dürfen Bauherren meist gar nicht selbst ausführen.  Außerdem schreiben die Landesbauordnungen einen Bauleiter vor. Wer übernimmt diese Aufgabe, wenn es die Baufirma nicht macht? Des Weiteren muss, sobald zwei oder mehr Firmen gleichzeitig am Bau arbeiten, ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo) bestellt und – meist von den Bauherren – bezahlt werden. Bauherren müssen außerdem für sich und ihre Helfer Unfall- und Bauhelferversicherungen abschließen. Es kommt also einiges auf die Bauherren zu, womit sie meist nicht rechnen. Der VPB rät deshalb: Bauherren sollten ihren Bauvertrag  erst unterzeichnen, nachdem ein unabhängiger Sachverständigen ihn geprüft hat und wenn alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit geklärt sind.

VPB: Neue Baustoffe sind nicht immer besser

BERLIN. Bauen ist eine komplexe Angelegenheit. Immer mehr Baustoffe und Methoden werden entwickelt, sei es zum Dämmen oder zur Kellersanierung. Oft werben die Hersteller mit schnellen Erfolgen bei wenig Baudreck und kurzer Arbeitszeit. Das klingt vor allem für Althausbesitzer verlockend, die während der Sanierungsarbeiten im Haus wohnen und deshalb die Handwerker ohne viel Schmutz schnell wieder loswerden möchten. Moderne Baustoffe haben aber ein generelles Problem, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB): Sie sind neu und damit in der Praxis noch nicht lange erprobt. Sie können funktionieren – oder eben auch nicht. Manche Bauherren stört das nicht, sie sind gerne Pioniere. Dann allerdings sollten sie zumindest bei der Auswahl der verarbeitenden Firma auf Qualität achten, rät der VPB. Zunächst einmal sollten sie sich einen Eindruck von dem Unternehmen verschaffen: Ist die Firma schon lange am Markt und beschäftigt sie qualifizierte Handwerker? Bietet sie auch Alternativen zum neuen Produkt an, vor allem bewährte Baustoffe? Oder ist es vielleicht eine Firma, die eigens zur Vermarktung des neuen Produkts gegründet wurde und dieses jetzt mit Sonderaktionen schnell unters Volk bringen will? Wer nicht auf windige Geschäftemacher hereinfallen möchte, kann sich schützen: Zum einen sollten sich Bauherren und Sanierer immer Referenzen nennen lassen und mit den anderen Bauherren dann auch tatsächlich über deren Erfahrungen sprechen. Zum anderen sollten sie sich vom unabhängigen Sachverständigen über die Vorzüge und Nachteile einzelner Baustoffe Information und Rat holen.

VPB: Flachdächer brauchen besondere Pflege

BERLIN. Angeregt durch das diesjährige 100. „Bauhaus“-Jubiläum bieten viele Schlüsselfertigfirmen einen dem „Bauhaus“-Stil nachempfundenen Haustypus an. Markante Erkennungsmerkmale sind schlichte Würfelformen, glatte weiße Fassaden und flache Dächer ohne Dachüberstand. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) brauchen Flachdächer regelmäßige Wartung und Pflege. Sie werden über innenliegende Leitungen entwässert. Setzt sich der Ablauf am tiefsten Punkt der Dachfläche zu, kann sich das Wasser auf dem Dach aufstauen und findet im schlimmsten Fall sogar einen Weg ins Haus. Der VPB erinnert: Abflüsse auf dem Flachdach müssen regelmäßig gereinigt werden, das gilt ganz besonders, wenn rings ums Haus Bäume stehen, die Blüten, Blätter oder Nadeln abwerfen. Auch nach schweren Regenfällen  immer mal aufs Dach steigen und den Abfluss reinigen!

VPB: Altbaudecken für schwere Lasten bedingt geeignet

BERLIN. Ein Flügel macht sich gut in einer schicken Altbauwohnung. Hohe, große Räume bieten ausreichend Platz und oft auch gute Akustik. Allerdings, so rät der Verband Privater Bauherren (VPB), sollten Mieter wie Eigentümer immer an das Gewicht denken. Ein Flügel wiegt immerhin bis zu 600 Kilo. Diese Last ruht auf drei einzelnen Punkten. Dazu kommt noch der Pianist. Während Neubaudecken in der Regel für solche Lasten statisch ausgelegt sind, ist manche Altbaudecke damit überfordert. Der VPB rät vor der Anschaffung schwerer Möbel in Altbauten dazu, die Statik der Decke überprüfen zu lassen. Problematisch sind auch schwere Bücherregale, große Aquarien und manche Trainingsstationen mit Gewichten. Auch Wasserbecken und Whirlpools, die eventuell auf einem erweiterten Balkon über einer Garage aufgebaut werden, könnten die Decken darunter überlasten. Wasser wiegt immerhin tausend Kilo pro Kubikmeter plus dem Gewicht für Behälter und Technik. In solchen Fällen, rät der VPB, sollte sich immer vorab ein im Altbau erfahrener Statiker die Decke ansehen.

VPB rät: Gestaltungssatzung einsehen

BERLIN. Wer sein altes Haus sanieren und zum Schluss auch die Fassade neu streichen lassen möchte, sollte bei der Farbwahl vorsichtig sein, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Nicht immer ist erlaubt, was den Eigentümern gefällt. Manche Kommunen haben eine Gestaltungssatzung, die Äußerlichkeiten wie zum Beispiel die Farbgebung der Fassaden regelt. Dahinter steckt die Bemühung, das eigene Ortsbild halbwegs harmonisch zu erhalten und extreme Farbgestaltungen, etwa in grellem Grün oder Pink zu verhindern. Gestaltungssatzungen können auch Vorgaben für Dachdeckung und Dachfarbe festlegen oder für Einfriedungen. Der VPB rät: Erst bei der Kommune nach eventuellen Vorgaben erkundigen und dann die Handwerker entsprechend mit den Arbeiten beauftragen.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Grundschuld löschen oder stehen lassen?

BERLIN. Wer eine Immobilie kauft und dazu eine Grundschuld aufnimmt, der räumt der Bank ein Grundpfandrecht auf das Grundstück ein. Dieses Recht wird im Grundbuch offiziell eingetragen und sichert der Bank den Zugriff auf die Immobilie, falls die Käufer ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Geht alles gut, sind die Schulden eines Tages getilgt. Die Bank löst den Kredit ab und schickt den Kunden die Löschungsbewilligung für die Löschung der Grundschuld beim Grundbuchamt. Früher ließen Hauseigentümer solche Eintragungen ihrer Hausbank gerne einmal im Grundbuch stehen, weil sie so jederzeit einfach erneut einen Kredit für Anbauten oder Sanierungen von der Bank in Höhe der Grundschuld besichern konnten. Sie sparten dabei zwei Gebühren des Grundbuchamtes: für die Löschung der alten und die Eintragung der neuen Grundschuld. Das lohnt sich heute oft nicht mehr, denn zum einen bieten viel mehr Banken interessante Kredite an, zum anderen verlangen zum Beispiel viele Bausparinstitute für geringere Darlehensbeträge, wie sie für eine Sanierung oft nur benötigt werden, keine Absicherung im Grundbuch. Und wenn irgendwann der Verkauf anstehen sollte, sieht ein Grundstück ohne Eintragungen von Belastungen im Grundbuch sowieso besser aus. Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Baubeschreibungen sollen Vergleich ermöglichen

BERLIN. Private Bauherren haben das Recht auf eine umfassende Baubeschreibung. Sie muss ihnen vorvertraglich übergeben werden. So regelt es das Bauvertragsrecht für alle seit dem 1. Januar 2018 unterzeichneten Verbraucherbauverträge. Was genau „vorvertraglich“ bedeutet, daran scheiden sich die Geister. Der Verband Privater Bauherren (VPB) gibt zu bedenken, dass die erste Baubeschreibung als Auftakt für die eigentlichen Verhandlungen über die Leistung gedacht ist. Für diese Verhandlungen sollten Bauherren ausreichend Zeit einplanen. Der Gesetzgeber hat in der Begründung zur vorvertraglichen Übergabe der Baubeschreibung außerdem notiert, dass die Baubeschreibung auch den Qualitätswettbewerb ermöglichen soll. Der Verbraucher soll also die Gelegenheit bekommen, nicht nur eine, sondern mehrere Baubeschreibungen miteinander zu vergleichen. Dazu benötigen Bauherren Zeit, denn sie müssen sich dazu mit einem Bausachverständigen zusammensetzen, der ihnen erklären kann, ob das Angebot wirklich ein Rolls-Royce ist oder nicht. Vorvertraglich bedeutet also nicht: kurz vor der Unterschrift. Wenn man eine Baubeschreibung hat, dann sollte man sich mit dem Vertragsschluss so lange Zeit lassen, bis alles in Ruhe geklärt und verhandelt worden ist.

VPB: Grundstücksteilung kostet Geld

BERLIN. Wer ein großes Grundstück gekauft oder gar geerbt hat und es teilen möchte, kann zwar einen Zaun über das Terrain ziehen, aber das reicht nicht: Eine Grundstücksteilung ist ein amtlicher Vorgang und gesetzlich geregelt. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Zunächst muss der Besitzer prüfen, ob die Teilung genehmigungsfähig ist und ob die beiden vorgesehenen Grundstückshälften überhaupt sinnvoll bebaut werden können und dürfen. Was erlaubt ist und wo sie die nötigen Genehmigungen einholen, erfahren Bauherren im zuständigen Bauamt. Darf das Areal geteilt werden, muss das Vermessungsamt beziehungsweise der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur die beiden neu entstandenen Grundstücke einmessen. Anschließend werden die Vermessungsergebnisse vom Notar beurkundet und im Grundbuch eingetragen. Dabei fallen Gebühren an, für die Vermessung, die Baubehörde, den Notar und natürlich auch fürs Grundbuchamt.

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