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VPB: Sturmschäden manchmal erst spät erkennbar

BERLIN. Manche Sturmschäden machen sich nicht unmittelbar nach einem Unwetter bemerkbar, sondern erst Monate später. Dies beobachten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Der Klassiker ist der Baum, den der Herbststurm gelockert hat, der aber zunächst noch scheinbar unversehrt stand. Kippt er jetzt im Frühling aufs Hausdach, wird es schwer, das bei der Versicherung als Sturmschaden geltend zu machen. Viele Versicherungen prüfen dann die Windstärke zum Zeitpunkt des letzten Unwetters und stellen fest: Es war gar kein Sturm, nur starker Wind, ergo fühlen sie sich nicht verpflichtet, den Schaden zu regulieren. Dass der umgestürzte Baum tatsächlich eine Spätfolge eines veritablen Sturms schon vor Monaten ist, muss der Hausbesitzer erst einmal beweisen. Dabei unterstützen ihn unabhängige Sachverständige. Die VPB-Experten warnen auch vor unentdeckten Sturmschäden am Dach. Auch dort können Herbststürme Ziegel verrückt haben. Weil es aber im vergangenen Winter kaum geregnet hat, ist noch kein Wasser ins Dach eingedrungen. Umso wichtiger ist jetzt die Frühjahrskontrolle des Dachs! Allerspätestens beim ersten großen Dauerregen sollten Hauseigentümer genau hinsehen, ob sich im Innern irgendwo Feuchtigkeit zeigt – und dann sofort handeln, denn nasse Wärmedämmung dämmt nicht mehr und schimmelt.

VPB: Käufer haben bei Eigentumswohnungen oft zwei Abnahmen

BERLIN. Wer eine Eigentumswohnung kauft, die noch im Bau ist, muss sich oft auf zwei Abnahmetermine einstellen, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Vor allem muss das Gemeinschaftseigentum abgenommen werden, aber auch das Sondereigentum. Bei beiden Abnahmen sollten sich die Käufer von einem eigenen unabhängigen Sachverständigen begleiten lassen. Er unterstützt sie bei der Abnahme bis zur Aufstellung des Mängelprotokolls. Wie das Sondereigentum, sprich die eigene Wohnung, so muss jeder Käufer auch das Gemeinschaftseigentum abnehmen. Vor allem bei größeren Wohnungseigentumsanlagen versuchen manche Bauträger, eine aufwändige Einzelabnahme des Gemeinschaftseigentums mit jedem einzelnen Käufer organisatorisch zu vermeiden. Sie lassen stattdessen das Gemeinschaftseigentum von eigenen Sachverständigen prüfen und legen den Käufern entsprechende Gutachten vor. Dabei bestimmt der Bauträger natürlich auch, was seine Gutachter prüfen. Die Interessen des Bauträgers sind aber nicht unbedingt deckungsgleich mit denen der zukünftigen Eigentümer. Welche Baubeschreibung legt der Sachverständige beispielsweise zugrunde? Geht er von der Baubeschreibung des Erwerbers aus oder von einer Musterbaubeschreibung? Eine eigene Abnahmeentscheidung erfordert eine eigene Entscheidungsgrundlage: Käufer sollten deshalb einen eigenen unabhängigen Sachverständigen beauftragen, der sie bei der Abnahme des Gemeinschaftseigentums berät und begleitet. Die Kosten dafür können sie sich mit den Miteigentümern teilen.

VPB: Vorsicht bei der Baubeschreibung

BERLIN. Für alle seit dem 1. Januar 2018 geschlossenen Bauverträge gilt das neue Bauvertragsrecht. Privaten Bauherren, die mit einem Bauträger bauen oder ein schlüsselfertiges Haus aus einer Hand ohne eigenen Architekten planen, steht seit Einführung des neuen Gesetzes eine Baubeschreibung zu. Diese muss die Baufirma frühzeitig vor Vertragsabschluss übergeben, damit die angehenden Bauherren den Inhalt prüfen und mit Offerten anderer Firmen vergleichen können. Laut Verband Privater Bauherren (VPB) versuchen immer wieder Baufirmen, dieses im § 650k Abs. 1 BGB verbriefte Verbraucherrecht zu unterlaufen. Manche Firmen übergeben alte Baubeschreibung, die noch kein Fertigstellungsdatum enthalten oder keine Hinweise auf Preisrisiken, die sich etwa aus der Beschaffenheit des Baugrunds ergeben. Oder sie versuchen, die Baubeschreibung durch Klauseln im Vertrag wie „Vorvertraglich übergebene Baubeschreibungen werden nicht Vertragsinhalt.“  gleich wieder zu kassieren. Bauherren sollten sich darauf nicht einlassen.

VPB: Tiefgaragenplätze sind oft zu schmal

BERLIN. Beim Bauen ist alles genormt. Das gilt auch für die Abmessungen von Tiefgaragenstellplätzen in Eigentumswohnanlagen. Die sind allerdings häufig zu schmal, wie die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bei Baustellenkontrollen von Wohneigentumsanlagen feststellen. Das ist nicht nur ärgerlich für Besitzer von großen Geländefahrzeugen, sondern auch für alle anderen. Sind die Stellplätze zu schmal, wird das Ein- und Aussteigen zur Qual, sind sie zu kurz, kann nicht einmal der Besitzer eines normalen Kombis seinen Fahrradträger am Heck des Wagens lassen, weil der sonst in die Fahrbahn ragt. Problematisch wird es auch, wenn die Fahrgassen zu knapp bemessen sind und alle mehrfach rangieren müssen, um ein- oder auszuparken. Das kostet Zeit und beeinträchtigt die Luft in der Tiefgarage zusätzlich. Die Maße von Tiefgaragenstellplätzen sind zwar nur ein Detail, aber sie machen – falsch bemessen – den Bewohnern das tägliche Leben schwer.

VPB: Bauherren und Baufirmen brauchen unabhängige Vermittler

BERLIN. „Mitten im Bauboom können sich Firmen ihre Bauherren aussuchen“, beobachtet Dipl.-Ing. Hans Schröder, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren und Leiter des VPB-Büros in Augsburg. „Im Augenblick sitzen sie am längeren Hebel und nutzen das zum Teil auch aus. Viele Bauherren dagegen lassen sich einschüchtern. Aus Angst, bei der Vergabe der begehrten Objekte übergangen zu werden, schlucken sie Kritik und sogar berechtigte Fragen herunter. Beides ist nicht gut“, kritisiert Bauherrenberater Schröder, „denn es führt zu unnötigem Misstrauen, zu Missverständnissen und zu Frust auf beiden Seiten.“ Oft sieht sich der Bauherrenberater als Katalysator in der Mitte. „Beide Seiten müssen im Gespräch bleiben, wir Sachverständigen vermitteln dabei, denn wir verstehen und sprechen beide Sprachen.“

VPB: Bei Kauf und Bau auch die Nebenkosten einkalkulieren

BERLIN. Wer baut oder eine Immobilie kauft, sollte sich nicht nur über Zinsen und Tilgung sowie die Steuern und Gebühren des Kaufs informieren, sondern auch über die späteren laufenden Nebenkosten der Immobilie nach dem Einzug. Dazu gehören laut Verband Privater Bauherren (VPB) neben der Grundsteuer vor allem die Anschlussgebühren für Wasser, Abwasser, Strom und eventuell Gas- oder Fernwärmeheizung. Fast alle Gebäude müssen ans öffentliche Netz angeschlossen sein und sich – neben den individuell variierenden Verbrauchsgebühren – an den Grundgebühren beteiligen. Hinzu kommen in vielen Kommunen noch Niederschlagsgebühren für versiegelte Flächen. Oft wird auch der Müll über die Gemeinde abgerechnet. Außerdem muss der Schornsteinfeger laut Gesetzgeber zweimal im Jahr kommen und stellt dies natürlich in Rechnung. Hinzu kommen noch wichtige Versicherungen, wie etwa die Gebäudeversicherung und die Haus- und Grundstückshaftpflicht sowie Instandhaltungsrücklagen. Alle diese Nebenkosten sind unvermeidbar und schlagen heute schon bei manchem städtischen Reihenhaus mit rund 400 Euro monatlich zu Buche. Bauherren und Käufer, so empfiehlt der VPB, sollten vor dem Hausbau oder Immobilienkauf ihre zukünftigen Nebenkosten genau kalkulieren und ins zukünftige Budget der Familie fest einplanen.

VPB: Baupflichten nicht auf die leichte Schulter nehmen

BERLIN. Bauland ist knapp. Immer mehr Kommunen erschließen deshalb Wohngebiete für junge Familien. Oft ist der Verkauf dieser begehrten Grundstücke an Auflagen gekoppelt, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Beispielsweise an eine Baupflicht. Mit der Bebauungsverpflichtung wollen die Kommunen sicherstellen, dass die Neubaugebiete möglichst in einem Zug bebaut werden und sich Baulärm, Schmutz und die Gefährdung durch schwere Fahrzeuge nicht jahrelang hinziehen. Je nach Vertrag müssen Käufer eventuell sogar eine Strafe bezahlen, wenn sie nicht fristgerecht bauen, oder die Kommune kann das Grundstück zurückfordern. Baugrund liegen zu lassen ist also meist mit Ärger verbunden. Außerdem haben die Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht für das Grundstück. Viele Kommunen nehmen die angrenzenden Eigentümer für den Gehweg in die Pflicht. Das heißt jetzt im Winter: Schnee schippen! Auch wenn auf dem Grundstück noch gar niemand wohnt.

VPB: Bauherren sollten auf die letzte Rate im Abschlagszahlungsplan achten

BERLIN. Vor über einem Jahr, am 1. Januar 2018, trat das neue Bauvertragsrecht in Kraft – und ist immer noch nicht bei allen Schlüsselfertig-Anbietern angekommen. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB), die regelmäßig Vertragsentwürfe für die VPB-Mitglieder prüfen. Ein typischer Knackpunkt ist dabei der Abschlagszahlungsplan. In etlichen Verträgen liegt die letzte Rate des von den Firmen vorgeschlagenen Abschlagszahlungsplans immer noch deutlich unter zehn Prozent. In allen Verbraucherbauverträgen, die seit dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, muss die letzte Rate aber mindestens zehn Prozent betragen. Wesentlich weniger ist nicht zulässig. Mit der erhöhten Rate haben Bauherren gegen Ende des Bauvorhabens noch mehr Geld und damit das einzige Druckmittel in der Hand, um Baufirmen zur Beseitigung von Mängeln zu bewegen. Bauherren, die einen alten Vertrag vorgelegt bekommen, sollten ihn nicht unterzeichnen, rät der VPB. Haben sie bereits unterschrieben und entdecken das Problem zu spät, sollten sie möglichst schnell einen Baufachanwalt aufsuchen. Alle VPB-Büros kooperieren in ihren Netzwerken mit entsprechenden Experten.

VPB: Versicherungen an Immobilie anpassen

BERLIN. Wer neu baut oder ein Bestandsgebäude übernimmt, braucht entsprechende Versicherungen. Während der Bauzeit rät der Verband Privater Bauherren (VPB) sowohl zu einer Bauherrenhaftpflichtversicherung als auch zu einer Bauleistungsversicherung. Die erste ist eine Haftpflicht für Haus und Grundstück, die zweite springt ein, wenn Unwetter oder Vandalen die Baustelle heimsuchen. Steht das Haus erst einmal, deckt die Wohngebäudeversicherung eventuelle Schäden am Haus ab. Viele Banken gewähren Kredite nur, wenn die Bauherren und Hauseigentümer entsprechende Versicherungen nachweisen. Ab und zu sollten Hauseigentümer ihre Versicherungen anpassen: So lohnt sich eine Glasversicherung zum Beispiel, sobald ein Wintergarten angebaut wird. Auch für Solaranlagen gibt es entsprechende Versicherungen.

VPB: Bauherren sollten alte Bauverträge nicht unterschreiben

BERLIN. Seit 1. Januar 2018 gibt es das neue Bauvertragsrecht. Es bringt privaten Bauherren mehr Transparenz und Verbraucherrechte. Manche Baufirmen halten sich an die neue Gesetzgebung, andere nicht, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). So kursieren zum Beispiel immer noch alte Bauvertragsmuster, die seit Anfang 2018 so nicht mehr verwendet werden dürften. Dies stellen die VPB-Sachverständigen fest, die regelmäßig im Auftrag der VPB-Mitglieder Bauverträge bautechnisch prüfen. Dabei stoßen sie nach wie vor auf Baubeschreibungen, die den Vermerk „Stand 2017“ oder älter tragen. Solche Verträge entsprechen nicht der aktuellen Gesetzgebung. Bauherren sollten sie nicht unterzeichnen, rät der VPB. In den alten Baubeschreibungen fehlen noch viele, für Verbraucher wichtige Hinweise, wie etwa der Fertigstellungstermin oder eventuelle Kostenrisiken, die im Hauspreis noch nicht enthalten sind. Der VPB empfiehlt Bauherren, den Bauvertragsentwurf vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen, der solche und andere Probleme aus Erfahrung schnell entdeckt.

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