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Labormedizin steigert Effizienz

Berlin – Schnelle und zielgerichtete Labordiagnostik erhöht die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems. Darauf hat der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Dr. Andreas Bobrowski, heute in Berlin hingewiesen. „Die eigentliche Wertschöpfung der Laboratoriumsmedizin für das Gesundheitswesen beträgt ein Vielfaches dessen, was für die Erstellung der laborärztlichen Befunde notwendig ist“, sagte er bei der Vorstellung eines neuen Gutachtens des Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA).

Das Institut untersucht darin die volkswirtschaftliche Bedeutung der Diagnostica-Industrie, die die nötigen Diagnosemittel sowie Geräte liefert, und der medizinischen Labore für Deutschland. Die Ergebnisse bestärkten den BDL-Vorsitzenden in seiner Auffassung, dass es für Prävention, zielgerichtete Diagnostik und zeitnahe Therapiebegleitung außer der Laboratoriumsmedizin keine bessere Mittelverwendung gibt. Sowohl die ärztlichen Körperschaften, aber auch die Politik seien daher gut beraten, die Laboratoriumsmedizin als eine der wichtigsten fachärztlichen Disziplinen in ihrer Bedeutung für Innovation, Digitalisierung und einer umfassenden Versorgung im Gesundheitssystem, durch die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel zu fördern und zu unterstützen.

Längst seien die Laborärzte zur Stütze der Hausärzte in ländlichen Regionen geworden. „Nur das perfekte Zusammenspiel von Logistik, hochwertigen Testsystemen, laborärztlicher Expertise und ein hoher Grad an digitaler Vernetzung mache es möglich, dass die Ärzte und Patienten in ländlichen Gebieten eine den urbanen Bereichen vergleichbare labormedizinische Versorgung erwarten können.“ Bobrowski wies darauf hin, dass Laborärzte nur auf Überweisung tätig werden und als wichtiger Berater gemeinsam mit den überweisenden Ärzten dafür sorgten, dass sich die Untersuchungen ausschließlich an medizinischen Notwendigkeiten orientierten und die von der Industrie zur Verfügung gestellten In-vitro-Diagnostika effizient eingesetzt werden.

Über den BDL
Der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) vertritt die beruflichen und wirtschaftlichen Belange der Fachärzte für Laboratoriumsmedizin auf nationaler und internationaler Ebene. Der BDL ging 1984 aus der 1956 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Laborärzte Deutschlands hervor. Der BDL arbeitet eng mit der wissenschaftlichen Fachgesellschaft „Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V.“ (DGKL) zusammen und hat heute rund 440 Mitglieder.

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