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Exportgeschäft stärkt Wachstum von biosyn

Patent auf Herstellungsverfahren für medizinisches Selen angemeldet

Pressemitteilung

6. Juli 2010

Unternehmenssitz der biosyn Arzneimittel GmbH in Fellbach.

Fellbach – Das Auslandsgeschäft wird für die biosyn Arzneimittel GmbH mehr und mehr zur tragenden Säule ihres Wachstums. Wie das Fellbacher Unternehmen heute (6. Juli) mitteilte, konnte es seine Exporte im Jahr 2009 um 24,5 Prozent auf 4,2 Millionen Euro steigern. Damit trägt das Auslandsgeschäft mittlerweile mit knapp 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei, der insgesamt um zwei Prozent auf 14,1 Millionen Euro zulegte. Hauptumsatzträger sind Arzneimittel mit dem Wirkstoff Selen, die zunehmend in der Intensivmedizin eingesetzt werden. biosyn ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Selenarzneimitteln.

biosyn-Selenwirkstoffe in zertifizierter GMP-Qualität „made in Germany“ zum Patent angemeldet

Zu dieser Marktstellung trägt bei, dass biosyn der bislang weltweit einzige Hersteller ist, der medizinisch eingesetztes Natriumselenit-Pentahydrat in dem arzneimittelrechtlich vorgeschriebenen Qualitätsstandard anbieten kann. Das dazu eigens entwickelte innovative Produktionsverfahren hat das Unternehmen weltweit zum Patent angemeldet. Die entsprechende Produktionsanlage, die die Aufsichtsbehörden mit dem vorgeschriebenen GMP-Produktionsstandard (Good Manufacturing Practices) zertifizierten, hatte biosyn bereits im vergangenen Herbst in Betrieb genommen.

Wachstum exportgetrieben

Auch für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit starken Wachstumsimpulsen aus dem Ausland, während die Prognosen für den Inlandsmarkt eher zurückhaltend ausfallen. Das gerade vom Bundestag beschlossene Arzneimittelsparpaket, das den Arzneimittelherstellern erhöhte Zwangsrabatte zumutet, verschärfe die Situation im Inland noch, betonte biosyn-Geschäftsführer Dr. Thomas Stiefel. Stiefel rechnet im Inland mit einem Umsatzzuwachs von rund einem Prozent, während er insgesamt von einem Umsatzzuwachs um fünf Prozent ausgeht.

Durch die aktuelle politische Entwicklung sieht sich Stiefel in seiner Unternehmensstrategie bestärkt: „Die konsequente Internationalisierung durch Lizenzvereinbarungen und Vertriebskooperationen zahlt sich aus“, betonte er in Fellbach. Führender ausländischer Absatzmarkt ist der Iran, wohin biosyn im wesentlichen Krebsmedikamente im Wert von 1,4 Millionen Euro ausführt, gefolgt von Österreich, Großbritannien, Schweiz und Korea.

Koreanische Klinikkette im Aufbau, die ihre Patienten nach dem Integrativen Konzept von biosyn behandeln

In jüngster Zeit hat sich das Unternehmen insbesondere Asien zugewandt. Dort finden nicht nur seine Arzneimittel Interesse, sondern auch der ganzheitliche Therapieansatz. Im Herbst 2010 wird in der südkoreanischen Stadt Kwang ju city der Grundstein für die erste einer Reihe von Kliniken gelegt, die unter dem Namen „biosyn“ ihre Patienten nach dem von dem Fellbacher Unternehmen entwickelten integrativen Konzept behandeln will. Finanziell wird das Projekt von einer koreanischen Investorengruppe unterstützt.

biosyn’s Protein KLH aus der kalifornischen Meeresschnecke Megathura crenulata als Träger für innovative Impfstoffe gefragt - Lieferverträge mit Bayer Innovation, Protherics, GlaxoSmithBiologics abgeschlossen

Erfreulich entwickelt sich auch ein weiterer Geschäftsbereich: die Belieferung internationaler Impfstoffhersteller mit einem Trägerprotein. Das Fellbacher Unternehmen gab heute den Abschluss eines langfristigen Liefervertrags mit der Bayer Innovation GmbH in Düsseldorf bekannt. Die Tochterfirma des Chemie-Konzerns Bayer nutzt das von biosyn aus der Lymphe einer kalifornischen Meeresschnecke gewonnene Protein KLH (Keyhole-Limpet-Hämocyanin) als Trägermolekül für einen therapeutischen Impfstoff gegen das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL). biosyn garantiert in der Vereinbarung bis zum Jahr 2017 die Lieferung von KLH.

Der Liefervertrag mit Bayer ist nicht der einzige. Ein weiterer Liefervertrag wurde mit dem britischen Forschungsunternehmen Protherics Medicines Developement Ltd. in London abgeschlossen. Eine ähnliche Vereinbarung besteht seit längerem mit der Wiener AFFiRiS AG, einer Tochter des Pharma-Unternehmens GlaxoSmithKline Biologics, das ebenfalls an therapeutischen Impfstoffen arbeitet. Über den Umfang des wachsenden Geschäfts mit KLH machte biosyn-Geschäftsführer Dr. Thomas Stiefel keine Angaben. Er sagte lediglich, der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens sei noch gering, biete aber ein gewaltiges Potenzial, wenn die von den Vertragspartnern eingeleiteten klinischen Prüfungen erfolgreich verlaufen.

Die Produktpalette von biosyn umfasst rund 30 Präparate, vorwiegend Arzneimittel für die Krebs- und Intensivmedizin. Das Unternehmen beschäftigt rund 75 Mitarbeiter, 70 davon in Deutschland.

Die 1984 gegründete biosyn Arzneimittel GmbH ist eines der ersten deutschen Biotechnologie-Unternehmen mit knapp 75 Beschäftigten in Deutschland und Niederlassungen in Liechtenstein, Österreich und den USA. Die Produktpalette umfasst ca. 30 Produkte, die von biotechnologisch hergestellten Medikamenten über Chemotherapeutika bis zu komplementären Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Schwerpunkt in der Onkologie und Intensivmedizin reichen. Im Mittelpunkt steht dabei der Patient in seiner Gesamtheit. biosyn investiert als forschendes Pharmaunternehmen bis zu 25 Prozent des Umsatzes in die Forschung. Ziel ist die Erforschung, Entwicklung und der Vertrieb von hochwirksamen, nebenwirkungsarmen Arzneimitteln auf Basis neuer molekularbiologischer Erkenntnisse.

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