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Spenden mit Herz für das Marienhospital: 825 Euro nach der Gesundheitsmesse – Kissen für Brustkrebspatientinnen
Darmstadt – Das Marienhospital in Darmstadt ist in der Region fest verwurzelt. Dies stellte sich jetzt einmal mehr heraus: Gleich zwei Spenden wurden dem katholischen Krankenhaus jetzt überreicht.
Über eine Geldspende in Höhe von 825 Euro freut sich Schwester Liberata Ricker, Leiterin des Marienhospitals. Sie nahm das Geld jetzt stellvertretend für die ehrenamtlich tätige Praxis „M3 – Medizin für Mittellose im Marienhospital“ entgegen. Die Summe ist während der Gesundheitsmesse im Darmstadtium Ende Oktober zusammengekommen. Die Besucher waren dazu aufgerufen, einen Obolus zu spenden. „Wir freuen uns sehr über die Spende, und ich bedanke mich im Namen des Marienhospitals und des gesamten Teams der Migranten-Medizin bei allen Messe-Besuchern“, sagte Schwester Liberata Ricker, die von Monika Strehlow, Projektleiterin der Gesundheitsmesse, einen Scheck entgegennahm.
Nach amtlichen Schätzungen leben im Großraum Darmstadt mehr als 10.000 bedürftige Menschen ohne Krankenversicherung. Die ehrenamtlich arbeitende Praxis im Marienhospital behandelt donnerstags mittellose, nicht krankenversicherte Patientinnen und Patienten in einer offenen Sprechstunde. Zu diesem Termin kommen durchschnittlich 15 Patienten, die sonst keinen Zugang zur medizinischen Versorgung haben. Seit 2006 wurden mehr als 3.000 Menschen kostenfrei behandelt. Dabei handelt es sich um ehemals Privatversicherte, die ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr aufbringen können oder Bürger, die in keinen sicheren Arbeitsverhältnissen leben. Auch Behörden und Einrichtungen wie „pro familia“, das Frauenhaus, die Darmstädter Tafel, das Gesundheitsamt, die Caritas und die Kirchen weisen dem Darmstädter Modellprojekt immer wieder Patienten zu.
Von Herzen kommt ebenfalls eine Sachspende: Kissen in Herzform. „Meine Kinder kamen im Marienhospital zur Welt und ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Davon wollte ich etwas zurückgeben“, sagt Angelika Jolivet, Teamleiterin im Dieburger Stoffgeschäft „Stoffideen“. Gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und Kursteilnehmern der Näh- und Patchworkkurse hat sie Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht. Circa 50 Kissen konnte Schwester Liberata Ricker jetzt entgegennehmen. Die Kissen mit ihrer speziellen Form werden künftig von Brustkrebspatientinnen unter dem Arm getragen. Sie dienen der Schmerzlinderung und zur Aufmunterung.