Tag: Altbau


VPB: Altbauten werden gekauft wie besehen

BERLIN. Beim Immobilienkauf gibt es kein Widerrufsrecht. Das gilt für Neubauten ebenso wie für Altbauten. Viele notariell beurkundete Kaufverträge regeln aber bei Bestandsbauten  „gekauft wie besehen“. So wird die Gewährleistung bei Gebrauchtimmobilien in aller Regel vertraglich ausgeschlossen, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Beim Altbau gelingt die Rückabwicklung des Kaufs dann nur bei arglistiger Täuschung, etwa, wenn der Verkäufer einen massiven Hausschwammbefall bewusst verschwiegen hat. Allerdings muss der Käufer vor Gericht beweisen können, dass dem Verkäufer der Mangel auch bekannt war. Besser ist es in jedem Fall, die Immobilie vor dem Kauf gründlich zu besichtigen und vom unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. So können Mängel  rechtzeitig entdeckt werden. Ein Exposé oder 360-Grad-Videos reichen dazu nicht aus. Vor-Ort-Besichtigungen „auf Abstand“ sind auch in Zeiten von Corona möglich und wichtig.

VPB: Grundstücksteilung nicht überall möglich

BERLIN. Grundstücke sind rar. Viele Bauherren kommen deshalb auf die Idee, ein großes Altbaugrundstück zu kaufen und zu parzellieren. Die abgeteilte Fläche soll verkauft werden, der Erlös die eigene Finanzierung erleichtern. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät bei solchen Ideen zur Vorsicht, denn Grundstücksteilungen sind nicht ohne Weiteres möglich. Zwar ist in manchen Kommunen die Nachverdichtung ausdrücklich erwünscht, aber die Parzellierung eines bestehenden Areals ist ein amtlicher Vorgang und gesetzlich geregelt. Zunächst muss immer geklärt werden, ob das Grundstück überhaupt geteilt werden darf. Ist das der Fall, muss das Vermessungsamt, meist aber ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur, die beiden neu entstandenen Grundstücke einmessen. Zur Eintragung der neuen Grundstücke im Grundbuch durch das Amt müssen auch Unterlagen vom Notar beurkundet werden. Dabei fallen auf allen Seiten Gebühren an. Außerdem muss das neue Grundstück erschlossen werden. Bei einem Hinterliegergrundstück bedeutet das lange Wege für die Hausanschlüsse, eine Zufahrt für die Feuerwehr und Wegerechte. Das beeinträchtigt dann auch den vorderen Nachbarn. Der VPB rät, diese Detailfragen lieber vor als nach dem Kauf des Grundstücks zu klären.

VPB: Flachdächer brauchen besondere Pflege

BERLIN. Angeregt durch das diesjährige 100. „Bauhaus“-Jubiläum bieten viele Schlüsselfertigfirmen einen dem „Bauhaus“-Stil nachempfundenen Haustypus an. Markante Erkennungsmerkmale sind schlichte Würfelformen, glatte weiße Fassaden und flache Dächer ohne Dachüberstand. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) brauchen Flachdächer regelmäßige Wartung und Pflege. Sie werden über innenliegende Leitungen entwässert. Setzt sich der Ablauf am tiefsten Punkt der Dachfläche zu, kann sich das Wasser auf dem Dach aufstauen und findet im schlimmsten Fall sogar einen Weg ins Haus. Der VPB erinnert: Abflüsse auf dem Flachdach müssen regelmäßig gereinigt werden, das gilt ganz besonders, wenn rings ums Haus Bäume stehen, die Blüten, Blätter oder Nadeln abwerfen. Auch nach schweren Regenfällen  immer mal aufs Dach steigen und den Abfluss reinigen!

VPB: Altbaudecken für schwere Lasten bedingt geeignet

BERLIN. Ein Flügel macht sich gut in einer schicken Altbauwohnung. Hohe, große Räume bieten ausreichend Platz und oft auch gute Akustik. Allerdings, so rät der Verband Privater Bauherren (VPB), sollten Mieter wie Eigentümer immer an das Gewicht denken. Ein Flügel wiegt immerhin bis zu 600 Kilo. Diese Last ruht auf drei einzelnen Punkten. Dazu kommt noch der Pianist. Während Neubaudecken in der Regel für solche Lasten statisch ausgelegt sind, ist manche Altbaudecke damit überfordert. Der VPB rät vor der Anschaffung schwerer Möbel in Altbauten dazu, die Statik der Decke überprüfen zu lassen. Problematisch sind auch schwere Bücherregale, große Aquarien und manche Trainingsstationen mit Gewichten. Auch Wasserbecken und Whirlpools, die eventuell auf einem erweiterten Balkon über einer Garage aufgebaut werden, könnten die Decken darunter überlasten. Wasser wiegt immerhin tausend Kilo pro Kubikmeter plus dem Gewicht für Behälter und Technik. In solchen Fällen, rät der VPB, sollte sich immer vorab ein im Altbau erfahrener Statiker die Decke ansehen.

VPB: Bei Bieterverfahren vorher Wert und Nebenkosten ermitteln

BERLIN. Wer in gesuchten Lagen einen Altbau kaufen möchte, muss heute enorme Preise bieten, um als Käufer überhaupt in die engere Wahl zu kommen. Dabei liegen die Gebote mitunter weit über dem tatsächlichen Wert der Immobilie. Den sollten Bieter aber kennen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn sie müssen parallel zum Kauf zusätzlich erhebliche Nebenkosten aufbringen und anschließend wahrscheinlich in Umbau und Sanierung investieren. Hinzu kommt: Preisblasen könnten in Zukunft platzen. Dann könnten die neuen Eigentümer bei einem – zum Beispiel berufsbedingten – Wiederverkauf auf erheblichen Schulden sitzen bleiben. Viele Käufer ziehen auch mögliche familiäre Veränderungen nicht ins Kalkül: Was, wenn sich die Käufer scheiden lassen? Wenn Nachwuchs kommt und sich das Familieneinkommen vorübergehend halbiert? Können sich die Käufer die laufende Finanzierung dann noch leisten? Der VPB rät deshalb: Erst mit dem unabhängigen Sachverständigen Wert und Folgekosten ermitteln, dann erst bieten.

Altbausanierung mit System: VPB plädiert für laufende Instandhaltung der eigenen Immobilie

BERLIN. Neubauten sind teuer, deshalb schauen sich viele junge Bauherrenfamilien zurzeit im Bestand um. „Aktuell fließen enorme Summen in den Kauf von Altbauten“, beobachtet Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Sachverständiger und Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Im Bereich Köln, in dem der Experte private Bauherren und Kaufinteressenten betreut, beobachtet er immer wieder Käufer, die sich bis ans Limit verschulden, um eine gebrauchte Immobilie zu erwerben. „Dabei lassen die Käufer den Zustand des Hauses oft völlig außer Acht. Sie bauen allein auf den zukünftigen Wertzuwachs.“

Oft genügt schon ausreichendes Lüften – VPB erläutert sinnvolle Maßnahmen gegen Radon in belasteten Altbauten

BERLIN. Zum Jahreswechsel am 31.12.2018 ist das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft getreten. Es enthält zum ersten Mal verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen und nennt Referenzwerte für die Belastung mit Radon. Ab 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Radonkonzentration getroffen werden. „Das Problem Radon an sich ist nicht neu. Neu sind die Grenzwerte, die nun in Wohnräumen und an Arbeitsstätten in Gebäuden (Büroräume / Werkstätten) eingehalten werden müssen“, erläutert Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden. „An der Radonbelastung selbst hat sich dadurch nichts geändert.“

VPB: Eigentümer kennen oft Mängel im eigenen Haus nicht

BERLIN. Wer ein altes Haus kauft …, der sieht in der Regel, was er bekommt, zumindest auf den ersten Blick. Viele Details bleiben ihm allerdings zunächst verborgen, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB), denn niemand kann unter Putz, Ziegel und Verkleidungen schauen. Zur verlässlichen Einschätzung der Bausubstanz brauchen Laien die Hilfe unabhängiger Sachverständiger. Nicht verlassen sollten sich Kaufinteressenten auf Makler und Eigentümer: Zwar darf ein Verkäufer ihm bekannte Mängel nicht verschweigen. Oft kennt der Besitzer die Mängel im eigenen Haus selbst gar nicht, vor allem, wenn er das Haus geerbt hat und jahrelang selbst gar nicht bewohnt hat. Dann mag er Farbveränderungen an Wänden für reine Schönheitsfehler halten, die beim fälligen Anstrich ohnehin übermalt werden. Aber gerade Verfärbungen können auch auf Feuchte, Fogging oder Schimmelbefall hinweisen. Und deren Sanierung ist notwendig und wird mitunter teuer. Wer solche Schäden rechtzeitig entdeckt, der kann entweder auf den Kauf der Immobilie verzichten, oder die Kosten der fachgerechten Sanierung versuchen vom Kaufpreis abzuziehen. Das ist dann Verhandlungssache. Vor vielen solcher bösen Überraschungen bleibt der Hauskäufer dank des Gutachtens aber verschont.

VPB rät: Auch bei großer Nachfrage Hauskauf sorgfältig abwägen

BERLIN. Neu bauen ist zurzeit ein teures Vergnügen. Deshalb suchen immer mehr Menschen Häuser im Bestand. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bundesweit vor allem in den Ballungsgebieten. Gesucht wird alles, von der Eigentumswohnung bis zum Einfamilienhaus. Die Vorteile des Altbaus liegen auf der Hand: Die Immobilie besteht bereits und muss nicht erst noch gebaut werden. Mitunter genügt eine Schönheitsreparatur vor dem Einzug. Meist sind allerdings größere Umbauten und Sanierungen fällig.

„Käufer sollten unbedingt vor dem Kauf klären, was an Kosten auf sie zukommt“, rät Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, VPB-Vorstandsmitglied und Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das sind neben dem eigentlichen Kaufpreis die unvermeidlichen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, aber auch die Kosten für die nötigen Sanierungs- und die gewünschten Umbauarbeiten. Hinzu kommt in gesuchten Lagen eventuell noch ein sattes Extra, denn immer mehr private Häuser und Wohnungen werden im Bieterverfahren verkauft“, erläutert der Bausachverständige. „Wertgutachten haben in der aktuellen Situation immer weniger Auswirkungen auf den Kaufpreis. Die Interessenten überbieten sich mit zum Teil erheblichen Summen.“

VPB rät: Beim Altbaukauf auch Sanierungskosten einkalkulieren

BERLIN. Auf dem Markt werden aktuell viele Immobilien aus den späten 1950er und 1960er Jahren angeboten. Diese Immobilien haben Vorzüge und Nachteile. Als Minuspunkte werten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) zum Beispiel die oft veraltete Haustechnik und schlechte Wärmedämmung. Als Bonus verbuchen Besitzer meist die Lage: im Grünen und dabei doch zentrumsnah sowie infrastrukturell bestens angeschlossen. Wer ein älteres Haus kaufen möchte, sollte sich Zeit nehmen und das Objekt vor dem Kauf unbedingt vom Sachverständigen begutachten lassen. Nur so erhalten Käufer verlässliche Auskunft darüber, was die Immobilie wirklich wert ist, was an Sanierungskosten und Nachrüstpflichten auf sie zukommt, und was eventuelle Umbauten, die sich viele Käufer ja auch noch wünschen, am Ende kosten. Die Modernisierung von Altbauten kommt nach VPB-Erfahrung immer teurer als Laien ahnen. Je älter die Immobilie ist, umso höher liegen diese notwendigen Investitionen. Ab wann sich Abbruch und Neubau lohnen, können erfahrene Sachverständige einschätzen. Denn auch der Abbruch und die Entsorgung der alten Baustoffe gehen inzwischen ins Geld.

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