Tag: Altbau


VPB: Flachdächer brauchen besondere Pflege

BERLIN. Angeregt durch das diesjährige 100. „Bauhaus“-Jubiläum bieten viele Schlüsselfertigfirmen einen dem „Bauhaus“-Stil nachempfundenen Haustypus an. Markante Erkennungsmerkmale sind schlichte Würfelformen, glatte weiße Fassaden und flache Dächer ohne Dachüberstand. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) brauchen Flachdächer regelmäßige Wartung und Pflege. Sie werden über innenliegende Leitungen entwässert. Setzt sich der Ablauf am tiefsten Punkt der Dachfläche zu, kann sich das Wasser auf dem Dach aufstauen und findet im schlimmsten Fall sogar einen Weg ins Haus. Der VPB erinnert: Abflüsse auf dem Flachdach müssen regelmäßig gereinigt werden, das gilt ganz besonders, wenn rings ums Haus Bäume stehen, die Blüten, Blätter oder Nadeln abwerfen. Auch nach schweren Regenfällen  immer mal aufs Dach steigen und den Abfluss reinigen!

VPB: Altbaudecken für schwere Lasten bedingt geeignet

BERLIN. Ein Flügel macht sich gut in einer schicken Altbauwohnung. Hohe, große Räume bieten ausreichend Platz und oft auch gute Akustik. Allerdings, so rät der Verband Privater Bauherren (VPB), sollten Mieter wie Eigentümer immer an das Gewicht denken. Ein Flügel wiegt immerhin bis zu 600 Kilo. Diese Last ruht auf drei einzelnen Punkten. Dazu kommt noch der Pianist. Während Neubaudecken in der Regel für solche Lasten statisch ausgelegt sind, ist manche Altbaudecke damit überfordert. Der VPB rät vor der Anschaffung schwerer Möbel in Altbauten dazu, die Statik der Decke überprüfen zu lassen. Problematisch sind auch schwere Bücherregale, große Aquarien und manche Trainingsstationen mit Gewichten. Auch Wasserbecken und Whirlpools, die eventuell auf einem erweiterten Balkon über einer Garage aufgebaut werden, könnten die Decken darunter überlasten. Wasser wiegt immerhin tausend Kilo pro Kubikmeter plus dem Gewicht für Behälter und Technik. In solchen Fällen, rät der VPB, sollte sich immer vorab ein im Altbau erfahrener Statiker die Decke ansehen.

VPB: Bei Bieterverfahren vorher Wert und Nebenkosten ermitteln

BERLIN. Wer in gesuchten Lagen einen Altbau kaufen möchte, muss heute enorme Preise bieten, um als Käufer überhaupt in die engere Wahl zu kommen. Dabei liegen die Gebote mitunter weit über dem tatsächlichen Wert der Immobilie. Den sollten Bieter aber kennen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn sie müssen parallel zum Kauf zusätzlich erhebliche Nebenkosten aufbringen und anschließend wahrscheinlich in Umbau und Sanierung investieren. Hinzu kommt: Preisblasen könnten in Zukunft platzen. Dann könnten die neuen Eigentümer bei einem – zum Beispiel berufsbedingten – Wiederverkauf auf erheblichen Schulden sitzen bleiben. Viele Käufer ziehen auch mögliche familiäre Veränderungen nicht ins Kalkül: Was, wenn sich die Käufer scheiden lassen? Wenn Nachwuchs kommt und sich das Familieneinkommen vorübergehend halbiert? Können sich die Käufer die laufende Finanzierung dann noch leisten? Der VPB rät deshalb: Erst mit dem unabhängigen Sachverständigen Wert und Folgekosten ermitteln, dann erst bieten.

Altbausanierung mit System: VPB plädiert für laufende Instandhaltung der eigenen Immobilie

BERLIN. Neubauten sind teuer, deshalb schauen sich viele junge Bauherrenfamilien zurzeit im Bestand um. „Aktuell fließen enorme Summen in den Kauf von Altbauten“, beobachtet Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Sachverständiger und Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Im Bereich Köln, in dem der Experte private Bauherren und Kaufinteressenten betreut, beobachtet er immer wieder Käufer, die sich bis ans Limit verschulden, um eine gebrauchte Immobilie zu erwerben. „Dabei lassen die Käufer den Zustand des Hauses oft völlig außer Acht. Sie bauen allein auf den zukünftigen Wertzuwachs.“

Oft genügt schon ausreichendes Lüften – VPB erläutert sinnvolle Maßnahmen gegen Radon in belasteten Altbauten

BERLIN. Zum Jahreswechsel am 31.12.2018 ist das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft getreten. Es enthält zum ersten Mal verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen und nennt Referenzwerte für die Belastung mit Radon. Ab 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Radonkonzentration getroffen werden. „Das Problem Radon an sich ist nicht neu. Neu sind die Grenzwerte, die nun in Wohnräumen und an Arbeitsstätten in Gebäuden (Büroräume / Werkstätten) eingehalten werden müssen“, erläutert Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden. „An der Radonbelastung selbst hat sich dadurch nichts geändert.“

VPB: Eigentümer kennen oft Mängel im eigenen Haus nicht

BERLIN. Wer ein altes Haus kauft …, der sieht in der Regel, was er bekommt, zumindest auf den ersten Blick. Viele Details bleiben ihm allerdings zunächst verborgen, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB), denn niemand kann unter Putz, Ziegel und Verkleidungen schauen. Zur verlässlichen Einschätzung der Bausubstanz brauchen Laien die Hilfe unabhängiger Sachverständiger. Nicht verlassen sollten sich Kaufinteressenten auf Makler und Eigentümer: Zwar darf ein Verkäufer ihm bekannte Mängel nicht verschweigen. Oft kennt der Besitzer die Mängel im eigenen Haus selbst gar nicht, vor allem, wenn er das Haus geerbt hat und jahrelang selbst gar nicht bewohnt hat. Dann mag er Farbveränderungen an Wänden für reine Schönheitsfehler halten, die beim fälligen Anstrich ohnehin übermalt werden. Aber gerade Verfärbungen können auch auf Feuchte, Fogging oder Schimmelbefall hinweisen. Und deren Sanierung ist notwendig und wird mitunter teuer. Wer solche Schäden rechtzeitig entdeckt, der kann entweder auf den Kauf der Immobilie verzichten, oder die Kosten der fachgerechten Sanierung versuchen vom Kaufpreis abzuziehen. Das ist dann Verhandlungssache. Vor vielen solcher bösen Überraschungen bleibt der Hauskäufer dank des Gutachtens aber verschont.

VPB rät: Auch bei großer Nachfrage Hauskauf sorgfältig abwägen

BERLIN. Neu bauen ist zurzeit ein teures Vergnügen. Deshalb suchen immer mehr Menschen Häuser im Bestand. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bundesweit vor allem in den Ballungsgebieten. Gesucht wird alles, von der Eigentumswohnung bis zum Einfamilienhaus. Die Vorteile des Altbaus liegen auf der Hand: Die Immobilie besteht bereits und muss nicht erst noch gebaut werden. Mitunter genügt eine Schönheitsreparatur vor dem Einzug. Meist sind allerdings größere Umbauten und Sanierungen fällig.

„Käufer sollten unbedingt vor dem Kauf klären, was an Kosten auf sie zukommt“, rät Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, VPB-Vorstandsmitglied und Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das sind neben dem eigentlichen Kaufpreis die unvermeidlichen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, aber auch die Kosten für die nötigen Sanierungs- und die gewünschten Umbauarbeiten. Hinzu kommt in gesuchten Lagen eventuell noch ein sattes Extra, denn immer mehr private Häuser und Wohnungen werden im Bieterverfahren verkauft“, erläutert der Bausachverständige. „Wertgutachten haben in der aktuellen Situation immer weniger Auswirkungen auf den Kaufpreis. Die Interessenten überbieten sich mit zum Teil erheblichen Summen.“

VPB rät: Beim Altbaukauf auch Sanierungskosten einkalkulieren

BERLIN. Auf dem Markt werden aktuell viele Immobilien aus den späten 1950er und 1960er Jahren angeboten. Diese Immobilien haben Vorzüge und Nachteile. Als Minuspunkte werten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) zum Beispiel die oft veraltete Haustechnik und schlechte Wärmedämmung. Als Bonus verbuchen Besitzer meist die Lage: im Grünen und dabei doch zentrumsnah sowie infrastrukturell bestens angeschlossen. Wer ein älteres Haus kaufen möchte, sollte sich Zeit nehmen und das Objekt vor dem Kauf unbedingt vom Sachverständigen begutachten lassen. Nur so erhalten Käufer verlässliche Auskunft darüber, was die Immobilie wirklich wert ist, was an Sanierungskosten und Nachrüstpflichten auf sie zukommt, und was eventuelle Umbauten, die sich viele Käufer ja auch noch wünschen, am Ende kosten. Die Modernisierung von Altbauten kommt nach VPB-Erfahrung immer teurer als Laien ahnen. Je älter die Immobilie ist, umso höher liegen diese notwendigen Investitionen. Ab wann sich Abbruch und Neubau lohnen, können erfahrene Sachverständige einschätzen. Denn auch der Abbruch und die Entsorgung der alten Baustoffe gehen inzwischen ins Geld.

VPB: Individueller Fahrplan erleichtert bautechnische Sanierung

BERLIN. In Deutschlands Wohnungen steckt reichlich Sanierungspotenzial. Laut Statistischem Bundesamt stammt gut die Hälfte (52 Prozent) der Gebäude aus der Zeit zwischen 1949 und 1990. Der Rest wurde je rund zur Hälfte vor 1949 und nach 1990 gebaut. Ungefähr drei Viertel aller Gebäude sind also älter als 28 Jahre! Viele Hausbesitzer möchten energetisch sanieren, sind aber unsicher, wie sie an die große Aufgabe herangehen sollen, so die Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sanierungswillige beschäftigen sich oft mit Einzelkomponenten und nicht mit dem gesamten Haus. Sie lesen Testberichte, studieren Förderrichtlinien und überlegen, wo sie aus dem unübersichtlichen Angebot Nutzen ziehen können. Dabei ist die umfassende Bestandsaufnahme die Basis jeder Sanierungsberatung. Erst im zweiten Schritt, wenn die bauphysikalischen Besonderheiten der Immobilie bekannt sind, folgen die Empfehlungen. Und die müssen nicht immer zwangsläufig auf eine umfangreiche Fassadendämmung hinauslaufen. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Energie zu sparen und den individuellen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Hausbesitzer sollten sich zunächst unabhängig und ergebnisoffen beraten lassen. Im Idealfall arbeitet ein produkt- und firmenunabhängiger Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan aus, nach dem im Laufe der Jahre alles Wichtige erledigt wird – stets technisch aufeinander abgestimmt und in finanziell überschaubaren Etappen.

VPB: Schimmel kommt oft nach Fenstertausch

BERLIN. Der Neubaumarkt ist vielerorts leer gefegt, und auch sonst spricht manches für Altbauten. Bevor sie einziehen, sanieren sie die Substanz oft umfassend – und klagen kurze Zeit später über Schimmel. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) kennen solche Geschichten. Sie sind oft die Folge von nachträglichen energetischen Verbesserungen, wie etwa dem Einbau neuer Fenster. Dadurch wird die Gebäudehülle dichter, der Luftwechsel durch die neuen Fensterrahmen weitgehend unterbunden. Damit kann aber auch die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Haus selbst verursachen, nicht mehr ohne weiteres entweichen. Um die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren, müssen die Bewohner öfter konsequent lüften oder eine Lüftungsanlage nachrüsten lassen. Wer es mit zunächst dem Lüften versuchen will, der ist gut beraten, regelmäßig Raumtemperatur und Luftfeuchte zu überprüfen. Dabei hilft ein Hygrometer. Es misst die relative Luftfeuchte in Prozent und der Raumlufttemperatur in °C. Die idealen Werte liegen bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad Raumlufttemperatur. Falls schon Schimmel erkennbar ist, müssen die Bewohner die Ursache klären lassen. Nach VPB-Erfahrung kommt dafür neben dem falschen Lüften meist ein Schaden an der Gebäudehülle in Betracht, durch den Feuchtigkeit ins Hausinnere gelangt. Der Schaden muss gesucht, gefunden und behoben werden.

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