Tag: Barrierefrei


VPB: Bei der Bauplanung auch an Umbauten in der Zukunft denken

BERLIN. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich im Laufe des Lebens. Das gilt auch für die Ansprüche an Ein- und Zweifamilienhäuser, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB) und rät, Immobilien von Anfang an wirtschaftlich nachhaltig zu planen. Räume sollten flexibel und vielfältig benutzbar sein, damit sich die Raumaufteilung und Nutzung jederzeit ändern lässt. Große Häuser und Wohnungen sollten sich grundsätzlich in zwei oder mehrere kleinere Einheiten mit separaten Eingängen teilen lassen. Wichtig für die flexible Nutzung ist auch die Barrierefreiheit. Immer eine Überlegung wert ist laut VPB die Frage: Komme ich mit weniger Raum aus? Wer die Wohnfläche reduziert, zahlt weniger für den Bau und spart später bei der laufenden Unterhaltung. Wer solche Überlegungen von Anfang an in seine Überlegungen einbezieht und sie eventuell sogar schon mit plant, der kann sein Haus im Laufe des Lebens immer wieder und ohne allzu hohen finanziellen Einsatz an seine Bedürfnisse anpassen. Das ist nachhaltiger als Verkauf, Neukauf und Umzug, bei denen stets fixe Kosten anfallen.

 

VPB: Treppenstufen am Eingang vermeiden

BERLIN. Viele Neubauten haben kleine Treppen vorm Haus: Zwei bis drei Stufen über Erdniveau liegen die Eingänge. Das muss nicht sein, ist aber üblich, weil die Baufirmen auf diese Weise die Abdichtung des Kellers ausreichend hochziehen können, um Feuchteschäden zu vermeiden. Die Bewohner bezahlen diese Art der Bauausführung mit einem enormen Verlust an Komfort, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Sind die Stufen vorm Haus und an der Terrassentür schon im Alltag hinderlich, werden sie zur unüberwindbaren Barriere, sobald ältere Bewohner auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Dann denken viele Hausbesitzer über den Bau von Schrägen oder Rampen nach. Für den privaten Bereich gibt es da keine gesetzliche Regelung. Im öffentlichen Bereich ist eine maximale Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt – was recht steil ist. Der Ersatz einer 16 Zentimeter hohen Eingangsstufe durch eine Schräge mit sechs Prozent Gefälle bedeutet eine Rampenlänge von 2,67 Metern! Wer es komfortabler mag und die Steigung reduziert, braucht entsprechend längere Schrägen und entsprechend mehr Platz im Vorgarten. Die meisten Häuser haben im Vorgarten gar nicht genug Raum für solche Lösungen. Der Verzicht auf unnötige Stufen ist also sinnvoll – muss aber konstruktiv geplant werden, um Nässe aus dem Haus zu halten.

 

VPB: Außenaufzüge müssen genehmigt werden

BERLIN. Reihenhäuser sind beliebt. Aber weil sie viele Treppen haben, sind sie für Ältere nicht optimal. Wer trotz Gehbehinderung nicht umziehen mag, der kann einen Treppenlift montieren, einen Innenlift einbauen oder einen Außenlift anbauen lassen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Außenaufzüge sind aber vergleichsweise teuer, und sie müssen genehmigt werden. Das kostet Geld und Zeit. Ist das Reihenhaus Teil einer Wohnungseigentumsanlage, dann ist jedenfalls über einen Außenaufzug auch Beschluss in der Eigentümergemeinschaft zu fassen. Außerdem mutiert der Teil des Gartens, in dem der Lift aufgestellt wird, vorübergehend zur Baustelle. Innenlifte sind preisgünstiger und brauchen keine Baugenehmigung, solange an der Statik des Hauses nichts geändert wird. Was besser ist, hängt von vielen Faktoren ab. Der VPB rät Hausbesitzern, sich im Vorfeld firmenneutral beraten zu lassen und bei der Baubehörde zu informieren. Als Alternative zum Lift kommt auch eine neue Aufteilung der Wohnbereiche im Reihenhaus in Betracht: Zum Beispiel könnten Gehbehinderte das Erdgeschoss komplett für sich umbauen und müsste dann nicht immer pendeln zwischen den Etagen. Küchen lassen sich auch nach oben verlegen, etwa ins bisherige Bad oder Kinderzimmer. Dafür kann die Küche im Erdgeschoss zum geräumigen Bad umgebaut werden. Das Wohnzimmer eignet sich auch als Wohn-Schlaf-Pflegezimmer.

VPB: Statt Umzug im Alter Haus anpassen!

BERLIN. Viele Menschen hängen am eigenen Heim und möchten im Alter nicht umziehen, sondern möglichst lange in ihrem Zuhause leben, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Das ist sinnvoll, denn die Bewohner kennen ihr Haus in- und auswendig, finden Schalter im Dunkeln und sind in der Nachbarschaft bestens integriert. Außerdem ist die ambulante Versorgung zu Hause angesichts der demografischen Entwicklung erste Wahl. Laut VPB können die meisten Häuser mit der entsprechenden fachlichen Beratung gut umgebaut und fürs Alter angepasst werden. Der erste Schritt ist immer die Besichtigung vor Ort. Dabei werden die Bedürfnisse der Bewohner geklärt, denn barrierearm heißt ja nicht automatisch rollstuhlgerecht. Nicht jeder Senior sitzt im Rollstuhl. Die Bedürfnisse sind viel individueller, deshalb müssen sich die Umbaumaßnahmen auch nach den zu erwartenden Einschränkungen der Bewohner richten. Vorausschauende Bauherren fragen auch ihren Arzt, wie sich ihre Gebrechen voraussichtlich entwickeln werden. Diese Prognose sollte in die Umbauüberlegung einfließen. Der unabhängige Sachverständige hilft bei den Entscheidungen und überwacht die Umbauarbeiten.

Der VPB bietet dazu das Einstiegspaket „70plus Barrierearm“ an. Mehr dazu unter http://www.vpb.de/vpb-einstiegspaket-barrierearm.html

VPB empfiehlt: Barrieren von Anfang an vermeiden

BERLIN. Häuser sind teuer. Umso wichtiger ist es, sie nachhaltig zu planen, damit sie lange bewohnbar bleiben. „Vorausschauende Bauherren denken deshalb auch von Anfang an barrierearm“, empfiehlt Dipl.-Ing. Irmtraud Swoboda, Sachverständige des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Nur wer sein Haus in jungen Jahren schon barrierearm plant, der kann es im Alter lange bewohnen“, gibt die Leiterin des VPB-Büros Gießen-Wetzlar zu bedenken. „Außerdem sind barrierearme Häuser in unserer alternden Gesellschaft leichter verkäuflich als Häuser mit Hindernissen.“