Tag: Baukontrolle


VPB rät zu regelmäßigen Baukontrollen bei sinkenden Temperaturen

Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen, um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. „Das klappt oft nicht“, weiß Marc Ellinger. „Gerade bei Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, beobachten wir bei den Baukontrollen später häufig frostbedingte Schäden. Dazu gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, sprich Hohlstellenbildung.“ Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur, also eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen.

Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen. „Damit muss die Baufirma rechtzeitig anfangen“, mahnt der Sachverständige, „sonst kühlt der Bau erst aus und muss dann wieder unter Einsatz von viel Energie aufgeheizt werden.“ Geeignet sind elektrische Heizgebläse oder die hauseigene Heizung, sofern sie schon funktioniert. Nicht ideal sind Gasheizer, denn sie produzieren mit jedem Liter Gas, den sie verbrauchen, nicht nur Wärme, sondern auch einen Liter Wasser; der muss zusätzlich beseitigt werden und verzögert die Trocknung entsprechend.

VPB warnt: Eigenhilfe kann teuer werden

BERLIN. Wer selbst beim Bauen Hand anlegt, der kann Geld sparen. „Allerdings nur, wenn die Eigenhilfe sorgfältig vorbereitet und detailliert in den Bauvertrag hineinverhandelt wird“, warnt Bauingenieur Volker Wittmann, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Regensburg. „Vergessen Bauherren bei der Vertragsgestaltung bestimmte Details, kann die Eigenhilfe sogar zusätzliches Geld kosten statt Ausgaben zu sparen.“

VPB rät zur vertraglichen Regelung: Kellerpläne und Nachweise übergeben lassen

BERLIN. Keller bauen ist kein Problem, Keller gibt es schließlich vorgefertigt. Das zumindest suggeriert die Werbung. Tatsächlich ist es nicht so einfach, einen Keller zu bauen. Der unterirdische Bauabschnitt muss gut geplant, sorgfältig berechnet und sauber konstruiert werden, damit er wasserdicht ist und lange hält. „Viele Baufirmen bieten in ihren Schlüsselfertigangeboten zunächst Standardkeller an, offerieren dann aber kurz vor Baubeginn für ein paar tausend Euro mehr einen wasserdichten Keller“, beobachtet Dipl.-Ing. Klaus-Peter Frenzel, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Jena-Saaleland.

Viele Bauherren nehmen das Angebot an – sicher ist sicher. „Vor der Entscheidung, wie ein Keller gebaut werden muss, steht immer das Baugrundgutachten“, erläutert Klaus-Peter Frenzel. „Das gibt Auskunft über die Bodenverhältnisse und klärt, ob ein wasserdichter Keller aus WU-Beton, also eine ‚Weiße Wanne‘, überhaupt nötig ist oder nicht.“

Muss der Keller wasserdicht ausgeführt werden, ist längst nicht jede Firma in der Lage, den Keller auch entsprechend zu bauen.

VPB: Abdichtung muss richtig aufgetragen werden

BERLIN. Häuser müssen gegenüber dem Erdreich abgedichtet werden, damit von außen keine Feuchtigkeit eindringen kann. Laien kennen diese Abdichtung häufig in Form eines schwarzen Anstrichs. Der darf nicht bei hohen Feuchtigkeitsbelastungen eingesetzt werden und muss, damit er zuverlässig funktioniert, auch richtig und in ausreichender Dicke aufgetragen werden, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nach VPB-Erfahrung aber nicht auf jeder Baustelle. Immer öfter entdecken die Sachverständigen mangelhafte Abdichtungen. Die müssen nachgebessert werden, bevor die Dämmung eingebaut und das Erdreich beigefüllt wird. Das Problem dabei: Wird die Baustelle nicht regelmäßig von unabhängigen Experten kontrolliert, fallen solche Mängel gar nicht auf. Sie sind aber da und machen sich in ein paar Jahren durch feuchte Kellerwände bemerkbar. Die müssen saniert werden. Oft ist dann schon die Gewährleistungsfrist abgelaufen und die Bauherren müssen den Schaden selbst bezahlen. Der VPB rät deshalb zur Vorsorge und zur regelmäßigen Baustellenkontrolle während der Bauzeit.

VPB: Auch Rohrleitungen müssen gedämmt werden

BERLIN. Rohrleitungen sind unentbehrlich, sie sichern die Kalt- und Warmwasserversorgung und die Heizung im Haus. Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Rohrleitungen gedämmt werden. „In rund 80 Prozent der Fälle wird das aber nicht ordentlich erledigt“, kritisiert Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren (VPB). „Erstaunlicherweise lassen auch große, eigentlich erfahrene Anbieter bei diesem Detail oft die nötige Sorgfalt vermissen“, beobachtet der Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden.

VPB: Auch Schlüsselfertighäuser müssen individuell geplant werden

BERLIN. Wer schlüsselfertig baut, der will möglichst wenig mit seinem Hausbau zu tun haben und delegiert deshalb Planung und Ausführung an eine entsprechende Firma. Neun von zehn Bauherren tun das heute. Viele haben dennoch jede Menge Ärger mit ihrem eigenen Projekt. Ein Klassiker unter den Problemen ist die mangelhafte Planung, so beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder.