Tag: Bauplanung


VPB: Für das Bauen in Erdbebengebieten gelten besondere Vorschriften

BERLIN. Erdbeben in Italien sind regelmäßig in den Medien, Erdbeben in Deutschland seltener. Dabei bebt auch zwischen Alpen und Nordsee ab und zu der Boden, allerdings fallen die Schäden meist geringer aus als am Mittelmeer. „Trotzdem muss in einigen Gegenden Deutschlands erdbebensicher gebaut werden“, erklärt Dipl.-Ing. Stefan Hubenschmid, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Konstanz.

Der Bodensee gehört zu den gefährdeten Regionen der Bundesrepublik. „Wir, auf der Nordseite des Sees, gehören zur Erbebenzone 2. Aber nur wenige Kilometer nördlich von uns beginnt bereits die Erbebenzone 3. Das ist die höchste Stufe in Deutschland“, erläutert der Sachverständige. „Dort muss entsprechend anders geplant und konstruiert werden.“ Das ist vielen Bauherren gar nicht bewusst. Auch manche Baufirmen, zumal, wenn sie nicht aus der betroffenen Region stammen, beherrschen das erdbebensichere Bauen nicht, ihre Mitarbeiter sind nicht geschult. Entsprechende Baumängel sind die Folge. Wird die Baustelle nicht sorgfältig kontrolliert, fallen diese Mängel nicht gleich auf, sondern erst, wenn beim nächsten Beben Risse und Schäden sichtbar werden.

In Deutschland gibt es vier Erdbebenregionen – von 0 bis 3. Festgelegt wurden die Erbebenzonen anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Daraus entstand die erst kürzlich aktualisierte Erdbebenzonenkarte, die beim Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam hinterlegt ist.

VPB: Bei der Bauplanung auch an Umbauten in der Zukunft denken

BERLIN. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich im Laufe des Lebens. Das gilt auch für die Ansprüche an Ein- und Zweifamilienhäuser, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB) und rät, Immobilien von Anfang an wirtschaftlich nachhaltig zu planen. Räume sollten flexibel und vielfältig benutzbar sein, damit sich die Raumaufteilung und Nutzung jederzeit ändern lässt. Große Häuser und Wohnungen sollten sich grundsätzlich in zwei oder mehrere kleinere Einheiten mit separaten Eingängen teilen lassen. Wichtig für die flexible Nutzung ist auch die Barrierefreiheit. Immer eine Überlegung wert ist laut VPB die Frage: Komme ich mit weniger Raum aus? Wer die Wohnfläche reduziert, zahlt weniger für den Bau und spart später bei der laufenden Unterhaltung. Wer solche Überlegungen von Anfang an in seine Überlegungen einbezieht und sie eventuell sogar schon mit plant, der kann sein Haus im Laufe des Lebens immer wieder und ohne allzu hohen finanziellen Einsatz an seine Bedürfnisse anpassen. Das ist nachhaltiger als Verkauf, Neukauf und Umzug, bei denen stets fixe Kosten anfallen.

 

VPB rät: Haus erst individuell planen lassen, dann Baufirma suchen

BERLIN. „Viele Bauherren schließen heute Hausbau-Verträge über 500.000 Euro oder mehr ab, ohne zu wissen, ob das Haus, das sie kaufen, auf ihrem Grundstück überhaupt gebaut werden darf.“ Diesen gefährlichen Trend beobachtet seit längerem schon Dipl.-Ing. Gerhard Schoberth, Bausachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros

Alpenvorland. „Ein großes Problem ist dabei die untrennbare Verknüpfung von Planungs- und Bauleistungen vom gleichen Anbieter.“ Warum ist das so problematisch?

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