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VPB erläutert Bauvertragsrecht (4): Ab 2018 haben Bauherren das Recht auf die Herausgabe von Bauunterlagen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verträge, die ab diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht enthält Verbesserungen für private Bauherren. Die wichtigsten davon sind im Verbraucherbauvertrag geregelt. Das ist ein Vertrag, durch den der Unternehmer vom Verbraucher zum Bau eines neuen Gebäudes oder zu erheblichen Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude verpflichtet wird. Eine Verbesserung davon ist das Recht auf die Herstellung und Herausgabe von Bauunterlagen. Für alle Bauverträge, die ab dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, gilt: Schlüsselfertigfirmen müssen für Bauherren, die keinen eigenen Architekten beauftragt haben, die für den Bau nach öffentlichem Recht nötigen Pläne und Berechnungen erstellen und sie den Bauherren übergeben.

VPB: 2017 schon Bezugstermin festlegen!

BERLIN. Zum 1. Januar 2018 tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es bringt privaten Bauherren viele Vorteile, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum Beispiel konkrete Angaben zur Bauzeit. Alle Bauherren wollen und müssen wissen: Wann können wir einziehen? In der Vergangenheit waren die Verträge hier oft sehr vage, konkrete Angaben die Ausnahme. Weil Bauherren aber Finanzierungen organisieren, Mietwohnungen kündigen, Umzüge planen, Arbeitsplätze wechseln müssen und vieles mehr, haben Bauunternehmer ab 2018 die Pflicht, verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Werks zu machen, mindestens jedoch zur Dauer der Bauausführung. Bauherren sollten sich nicht vertrösten lassen: Was ab 1. Januar 2018 Pflicht wird, können Baufirmen auch heute schon leisten. Natürlich dürfen die Bauherren dann den Bauablauf nicht selbst unnötig verzögern, etwa, indem sie Unterlagen nicht rechtzeitig beim Bauamt abliefern oder die Finanzierung nur schleppend in Gang kommt.

VPB: So können Bauherren jetzt schon vom neuen Bauvertragsrecht profitieren!

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht bringt privaten Bauherren mehr Rechte. Es tritt allerdings erst Anfang 2018 in Kraft. Bauherren können aber bereits jetzt von der Gesetzesänderung profitieren, so der Verband Privater Bauherren (VPB), der empfiehlt, die neuen verbraucherfreundlichen Regelungen bereits in diesem Jahr in die Bauverträge hinein zu verhandeln. „Alles, was ab 2018 Pflicht wird, kann schon jetzt vertraglich festgeschrieben werden“, resümiert der VPB-Vertrauensanwalt. Er rät allerdings dazu, sich fachliche Unterstützung beim Aushandeln des Vertrags zu holen. „Ohne diese Beratung wird es auch in Zukunft nicht gehen, denn das Gesetz bleibt in manchem Detail bedauerlicherweise vage“, kritisiert der Anwalt. „Selbst dort, wo etwa näher geregelt wird, was eine Baubeschreibung alles enthalten muss, kann ein Gesetz nicht jedes Detail regeln. Was alles genau enthalten sein muss, um den Anforderungen des Gesetzes zu genügen, wird erst die Rechtsprechung im Laufe der Zeit genauer klären.“ In jedem Fall empfiehlt der VPB Bauherren 2017 zwei Dinge: Keine alten Vertragsbedingungen mehr akzeptieren und den Vertrag vor der Unterschrift vom unabhängigen Experten prüfen lassen.

„Zwar haben Bauherren noch kein Recht auf den ab 2018 geltenden Verbraucherschutz“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, „aber Baufirmen und Bauherren genießen Vertragsgestaltungsfreiheit. Sie können aushandeln, was sie möchten.“ Bislang ließen sich zwar nur wenige Baufirmen auf Bauherrenwünsche ein. Ab 2018 werden sie es müssen. Seriöse Unternehmer, so beobachten VPB-Berater bundesweit, stellen sich schon jetzt auf das neue Gesetz ein und kommen den Verbrauchern entgegen. „Bauherren sollten sich