Tag: Bauvertragsrecht 2018


VPB: Vorsicht, wenn Haushersteller Sicherheiten verlangen!

BERLIN. „Die Vergütung ist bei der Abnahme des Werkes zu entrichten“ so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, §641). Baufirmen müssen also erst das Haus bauen, bevor sie ihr Geld bekommen. Kaum eine Baufirma hat aber genug Kapital, um über Monate Mitarbeiter zu bezahlen und Material zu kaufen. Deshalb stellen die Firmen zwischendurch immer wieder Abschlagsrechnungen und mildern so ihre Vorleistungspflicht.

Schlüsselfertiganbieter regeln das über Abschlagszahlungspläne in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). „Das ist übliches Prozedere“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Allerdings sollten Bauherren immer darauf achten, dass die Zahlungspläne ausgewogen sind und sie nicht unfreiwillig in Vorleistung gehen.“

VPB: Keine alten Verträge mehr abschließen!

BERLIN. Ab 2018 haben private Bauherren mehr Rechte: Sie bekommen dann beim Schlüsselfertigbau und vom Bauträger zum Beispiel verständliche Baubeschreibungen sowie eigene Pläne und Berechnungen, und die Baufirmen müssen ihnen konkrete Daten zur Fertigstellung der Immobilie nennen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Alle diese Dinge können auch jetzt schon freiwillig in den Vertrag zwischen Baufirma und Bauherren hinein verhandelt werden. Der VPB rät deshalb: Bauherren, die jetzt im Herbst einen Bauvertrag abschließen, sollten schon auf dem neuen Bauvertragsrecht bestehen. Lässt sich die Firma nicht darauf ein, lieber warten oder eine andere Firma suchen. Mehr zum Bauvertragsrecht