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VPB: Sommerhitze umweltfreundlich reduzieren

BERLIN. Immer mehr Menschen kämpfen mit Klimaanlagen gegen die sommerliche Hitze in ihren Wohnräumen. Rund 140.000 Kühlgeräte kommen pro Jahr hinzu, konstatiert das Umweltbundesamt. Inzwischen macht die Klimatisierung rund acht Prozent des Gesamtverbrauchs der Haushalte aus. Tendenz steigend. Es geht allerdings auch ohne diese Stromfresser, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Alternativen sind konsequentes Lüften nur nachts und das Schließen der Fenster, Rollläden und Jalousien tagsüber. Besonders wirksam sind immer außenliegende Läden, Rollos und Markisen. Wer neu baut, muss den sogenannten sommerlichen Wärmeschutz nachweisen. Das schreibt die Energieeinsparverordnung vor. Eine gut gedämmte Außenhaut reicht dafür meist aus. Wer außerdem Jalousien vorsieht sowie Balkone und Dachüberstände im Süden, der sorgt für zusätzliche Beschattung und reduziert damit die Hitze im Innern. Bei Altbauten lassen sich Jalousien und Markisen nachrüsten. Abkühlung bringen auch helle Außenwandfarben, Pergolen und Fassadengrün. Der VPB rät außerdem dazu, an heißen Tagen Wärmequellen im Haus abzuschalten, also Standby-Geräte vom Netz zu nehmen und auf Geräte wie Wäschetrockner zu verzichten. Gut funktionieren auch Deckenventilatoren. Sie setzen die Luft in Bewegung und sorgen so für gefühlte Abkühlung.

 

VPB: Auch Rohrleitungen müssen gedämmt werden

BERLIN. Rohrleitungen sind unentbehrlich für die Kalt- und Warmwasserversorgung und die Heizung im Haus. Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen alle Warmwasser-, Kaltwasser und Heizungszuleitungen gedämmt sein, die auf der Bodenplatte oder auf der Decke über unbeheizten Kellerräumen verlegt werden. Das wird aber nicht immer vorschriftsmäßig erledigt, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Bauherren sollten deshalb bei ihren Baustellenbesuchen immer wieder auch schauen, ob die Rohrleitungen mit dem richtigen Dämmstoff ummantelt sind, bevor sie mit Estrich übergossen werden. Im Zweifel sollten sie die Leitungen fotografieren und den unabhängigen Bausachverständigen mit der Prüfung der Details beauftragen.

VPB informiert zum neuen Bauvertragsrecht: Anspruch auf Herausgabe der Bauunterlagen kommt 2018

BERLIN. „Bisher blieb es weitgehend dem Wohlwollen der Baufirmen überlassen, ob sie Bauherren die Pläne und Unterlagen zu deren Neubau aushändigten oder nicht. Nun wird die Herausgabe der Bauunterlagen geltendes Recht“, resümiert Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB), die jahrelangen Bemühungen des VPB für mehr Verbraucherschutz. „Damit ist endlich Schluss mit der Ungewissheit der Bauherren, ob ihr eigenes, im Bau befindliches Haus überhaupt geltendem Recht entspricht.“

Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt dann für alle Bauverträge mit privaten Bauherren. „Mit dieser größten Änderung des Werkvertragsrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) seit 1900 bekommen wir nun erstmals einen veritablen Verbraucherbauvertrag“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. „Er regelt Neubauten privater Bauherren auf eigenem Boden und gilt auch bei umfassenden Sanierungen für private Bauherren.“

Mit dem Paragrafen 650n BGB haben private Bauherren, die einen Verbrauchervertrag abschließen, der Baufirma gegenüber einen Anspruch auf Herstellung und Herausgabe von Unterlagen für ihr Bauprojekt. Selbst wenn dazu nichts im Vertrag steht, greift das neue Gesetz; der Anspruch lässt sich vertraglich weder einschränken noch ausschließen. Diese Regelung zur Unterlagenherausgabe gilt auch für den Bauträgervertrag.