Tag: Feuchteschäden


VPB rät: Ursachen für Feuchteschäden schnell abklären

BERLIN. Viele Hauseigentümer kennen das: Seltsame Flecken erscheinen plötzlich wie aus dem Nichts an Wand oder Decke. „Die Ursachen sind vielfältig“, weiß Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren (VPB). „In jedem Fall sollten Betroffene die Abklärung der Ursachen nicht auf die lange Bank schieben, denn wenn es Feuchteflecken sind, sind Folgeschäden wahrscheinlich und die können teuer werden“, empfiehlt der Bausachverständige und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden.

„Feuchteschäden können durch Wasser von außen verursacht werden, etwa durch einen undichten Keller. Dabei kann auch punktuell Wasser eindringen, zum Beispiel an den Stellen, an denen Hausleitungen die Kellermauern durchdringen. „Das“, so weiß der Experte, „sind neuralgische Stellen.“ Wasser kann aber auch wenn es von innen kommt Probleme bereiten. „Neben undichten Wasser-, Abwasser- oder Heizleitungen führen vor allem Kondensat und nicht ausreichend abgetrocknete Baurestfeuchte zu Schäden“, erläutert Marc Ellinger.

VPB: Winterbaustellen müssen regelmäßig gelüftet werden

BERLIN. Das Hauptproblem auf Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Wenn Estrich aufgebracht oder die Innenwände verputzt werden, dann entsteht im Haus viel Feuchtigkeit. Und die muss raus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nur durch konsequentes Heizen und Lüften. Beides ist unentbehrlich, um Schäden zu verhindern. Ein spezielles Problem beobachten VPB-Experten immer wieder im Winter: Im Erdgeschoss und im ersten Stock wird verputzt und geheizt, während die Luke zum noch nicht ausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss weit offen steht. Das ist bauphysikalisch fatal, warnen die VPB-Experten, denn die Feuchtigkeit aus dem unteren Bereich zieht wie in einem Kamin nach oben und schlägt sich dort an den kühlen Dachsparren nieder. Diese Feuchtigkeit führt fast immer zu Schimmelbefall, der später teuer saniert werden muss. Im schlimmsten Fall müssen Balken sogar ausgetauscht werden. Das Problem lässt sich vermeiden, wenn das Treppenloch zum unausgebauten Dach vor dem Ausbau geschlossen würde. Damit wären kühler und beheizter Bereich baulich getrennt. Die Feuchte aus Putz und Estrich könnte nicht ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.

VPB: Wer Außenanlagen selbst gestaltet, muss an Abdichtung denken

BERLIN. Wer selbst beim Bauen Hand anlegt, der kann Geld sparen. Allerdings nur, wenn die Eigenhilfe sorgfältig vorbereitet und detailliert in den Bauvertrag hineinverhandelt wird, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Vergessen Bauherren bei der Vertragsgestaltung bestimmte Details, kann die Eigenhilfe sogar zusätzliches Geld kosten, statt Ausgaben zu sparen. Das Problem sind die Schnittstellen: Immer dann, wenn eine Firma auf den Arbeiten einer anderen aufbaut oder Bauherren ab einem gewissen Punkt selbst die Arbeiten fortführen, muss klar sein, wie die Vorgängerfirma den Bau übergeben muss. Eine klassische Schnittstelle, die immer wieder für Ärger sorgt, ist die Außenanlage. Legen Bauherren den Garten in Eigenregie an, müssen sie ganz früh klären, wie hoch der Garten später aufgefüllt wird. Danach richtet sich die Höhe und Andichtung der Sockellinie – auch an Fenstertüren auf die Terrasse! Liegt sie zu tief oder ist nur teilweise ausgeführt, sind Feuchteschäden programmiert. Dann müssen die Bauherren das Problem auf eigene Kosten lösen und entweder die Abdichtung höher ziehen oder den Garten tiefer legen und entsprechende Treppen ans Haus bauen. Beides kostet die Bauherren unnötig Geld. Vermeiden können sie das, indem sie sich frühzeitig vom unabhängigen Sachverständigen über die Schnittstellen bei Eigenleistung beraten lassen und diese in den Vertrag aufnehmen lassen.

 

VPB: Treppenstufen am Eingang vermeiden

BERLIN. Viele Neubauten haben kleine Treppen vorm Haus: Zwei bis drei Stufen über Erdniveau liegen die Eingänge. Das muss nicht sein, ist aber üblich, weil die Baufirmen auf diese Weise die Abdichtung des Kellers ausreichend hochziehen können, um Feuchteschäden zu vermeiden. Die Bewohner bezahlen diese Art der Bauausführung mit einem enormen Verlust an Komfort, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Sind die Stufen vorm Haus und an der Terrassentür schon im Alltag hinderlich, werden sie zur unüberwindbaren Barriere, sobald ältere Bewohner auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Dann denken viele Hausbesitzer über den Bau von Schrägen oder Rampen nach. Für den privaten Bereich gibt es da keine gesetzliche Regelung. Im öffentlichen Bereich ist eine maximale Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt – was recht steil ist. Der Ersatz einer 16 Zentimeter hohen Eingangsstufe durch eine Schräge mit sechs Prozent Gefälle bedeutet eine Rampenlänge von 2,67 Metern! Wer es komfortabler mag und die Steigung reduziert, braucht entsprechend längere Schrägen und entsprechend mehr Platz im Vorgarten. Die meisten Häuser haben im Vorgarten gar nicht genug Raum für solche Lösungen. Der Verzicht auf unnötige Stufen ist also sinnvoll – muss aber konstruktiv geplant werden, um Nässe aus dem Haus zu halten.

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen