Tag: Kaufpreis


VPB rät: Auch bei großer Nachfrage Hauskauf sorgfältig abwägen

BERLIN. Neu bauen ist zurzeit ein teures Vergnügen. Deshalb suchen immer mehr Menschen Häuser im Bestand. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bundesweit vor allem in den Ballungsgebieten. Gesucht wird alles, von der Eigentumswohnung bis zum Einfamilienhaus. Die Vorteile des Altbaus liegen auf der Hand: Die Immobilie besteht bereits und muss nicht erst noch gebaut werden. Mitunter genügt eine Schönheitsreparatur vor dem Einzug. Meist sind allerdings größere Umbauten und Sanierungen fällig.

„Käufer sollten unbedingt vor dem Kauf klären, was an Kosten auf sie zukommt“, rät Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, VPB-Vorstandsmitglied und Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das sind neben dem eigentlichen Kaufpreis die unvermeidlichen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, aber auch die Kosten für die nötigen Sanierungs- und die gewünschten Umbauarbeiten. Hinzu kommt in gesuchten Lagen eventuell noch ein sattes Extra, denn immer mehr private Häuser und Wohnungen werden im Bieterverfahren verkauft“, erläutert der Bausachverständige. „Wertgutachten haben in der aktuellen Situation immer weniger Auswirkungen auf den Kaufpreis. Die Interessenten überbieten sich mit zum Teil erheblichen Summen.“

VPB: Bei der Grunderwerbsteuer lässt sich sparen

BERLIN. Die Grunderwerbsteuer gehört zu den Stellschrauben, an denen die meisten Länder seit Jahren zuverlässig immer wieder drehen. Inzwischen kostet die Steuer in einigen Bundesländern 6,5 Prozent vom Kaufpreis der Immobilie. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, vor dem Kauf einer gebrauchten Immobilie zu prüfen, ob sich der Kaufpreis nicht reduzieren lässt. So können beispielsweise Einbauküchen, Einbaumöbel, ein Gartenhaus, eine eingebaute Sauna, ja selbst das Öl im Tank aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden. Für diese beweglichen Extras muss dann keine Grunderwerbsteuer bezahlt werden. Solche Details sollten immer im Kaufvertrag aufgelistet werden. Dabei müssen die angesetzten Preise nachvollziehbar sein, sonst erkennt sie das Finanzamt nicht an. Der VPB rät, die Details mit dem Steuerberater zu klären und sich nicht wegen vermeintlicher Steuerersparnis verleiten zu lassen, Preise zu hoch anzusetzen. In jedem Fall sollten sich die Käufer die Rechnungen für die gesondert veranschlagten Einbauten aushändigen lassen. Übrigens: Ob wie bisher beim Kauf einer Eigentumswohnung die Instandhaltungsrücklage, die für die Wohnung aufgelaufen ist, ebenfalls aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden kann, ist eine derzeit offene Frage.