Tag: Sanierung


VPB: Dämmung bei alten Fertighäusern oft verfault

BERLIN. Fertighäuser aus den 1960er Jahren sind aktuell auf dem Markt und interessant für junge Bauherren. Allerdings haben die Objekte – trotz meist guter Lage und familienfreundlicher Grundrisse – ihre typischen Mängel, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu gehören neben veralteter Haustechnik und teilweise gesundheitsbedenklichen Materialien vor allem die schlechte Dämmung. Sehr oft ist sie auch noch im Sockelbereich der Außenwände verfault. Dann muss jedenfalls die Dämmung, oft aber auch der Sockelbereich erneuert werden. Das ist aufwändig und teuer. Bauherren sollten deshalb vorab vom unabhängigen Sachverständigen klären lassen, in welchem Zustand die Dämmung ist und was gegebenenfalls an Sanierungskosten auf sie zukommt. Sonst wird der Altbau zum Schluss viel teurer als erwartet.

VPB: Schimmel kommt oft nach Fenstertausch

BERLIN. Der Neubaumarkt ist vielerorts leer gefegt, und auch sonst spricht manches für Altbauten. Bevor sie einziehen, sanieren sie die Substanz oft umfassend – und klagen kurze Zeit später über Schimmel. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) kennen solche Geschichten. Sie sind oft die Folge von nachträglichen energetischen Verbesserungen, wie etwa dem Einbau neuer Fenster. Dadurch wird die Gebäudehülle dichter, der Luftwechsel durch die neuen Fensterrahmen weitgehend unterbunden. Damit kann aber auch die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Haus selbst verursachen, nicht mehr ohne weiteres entweichen. Um die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren, müssen die Bewohner öfter konsequent lüften oder eine Lüftungsanlage nachrüsten lassen. Wer es mit zunächst dem Lüften versuchen will, der ist gut beraten, regelmäßig Raumtemperatur und Luftfeuchte zu überprüfen. Dabei hilft ein Hygrometer. Es misst die relative Luftfeuchte in Prozent und der Raumlufttemperatur in °C. Die idealen Werte liegen bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad Raumlufttemperatur. Falls schon Schimmel erkennbar ist, müssen die Bewohner die Ursache klären lassen. Nach VPB-Erfahrung kommt dafür neben dem falschen Lüften meist ein Schaden an der Gebäudehülle in Betracht, durch den Feuchtigkeit ins Hausinnere gelangt. Der Schaden muss gesucht, gefunden und behoben werden.

VPB: Beim Altbaukauf an Nachrüstpflichten denken!

BERLIN. Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus im Bestand kauft, in dem der Verkäufer am 1. Februar 2002 noch selbst gewohnt hat, der muss innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Übernahme die sogenannten Nachrüstpflichten erledigen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Nachrüstpflichten sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschrieben. Demnach müssen die neuen Hauseigentümer spätestens zwei Jahre nach Eigentumserwerb, also der Eintragung ins Grundbuch, alle zugänglichen Warmwasserleitungen und die dazugehörigen Armaturen in ungeheizten Räumen dämmen. Außerdem müssen

VPB zu Fertighäusern der ersten Generation: Gut geschnitten und gelegen, aber mit erheblichem Sanierungsbedarf

BERLIN. Vor 50 Jahren waren sie hochmodern, heute stehen sie wieder zum Verkauf: die Fertighäuser der 1960er Jahre. Jeder kennt sie. Sie sind meist eingeschossig, haben einen winkelförmigen Grundriss und ein flachgeneigtes Dach. Weil sie meist auf großen Grundstücken in infrastrukturell gut erschlossener Nachbarschaft stehen, sind die Altbauten bei jungen Familien wieder beliebt. Großzügig sind in der Regel auch die Grundrisse, mit hohen Räumen, großen Fenstern und Tageslichtbad. Daraus lässt sich einiges machen. „Die Häuser haben allerdings auch ihre ganz typischen Probleme“, weiß Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Köln. „Dazu gehören gesundheitsbedenkliche Baustoffe und schlechte Dämmung.“

VPB: In Altbauwohnungen haust auch mal der Schwamm

BERLIN. Eigentumswohnungen verkaufen sich zurzeit fast von alleine, zumindest in den großen Städten. Nicht nur Neubauten sind beliebt bei den Käufern, sondern auch restaurierte Altbauten. Vielerorts übernehmen Bauträger leerstehende, vernachlässigte Gründerzeithäuser, entkernen und sanieren sie, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Was bislang unattraktiv war, lohnt sich jetzt: Die Nachfrage ist groß, Baugeld fast zinslos zu haben, und die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Altbauten erlaubt die lukrative Abschreibung. Allerdings sind auch die baulichen Probleme oft gravierend. Immer wieder finden VPB-Sachverständige in den alten Mehrfamilienhäusern den Echten Hausschwamm. Seine Sanierung ist aufwändig und teuer, vor allem, wenn sich das Pilzgeflecht in den Bundwänden und Holzböden eingenistet hat. Dann müssen diese komplett ausgetauscht werden. Statische Probleme bereitet in manchen Häusern auch der Einbau von Aufzügen oder Dachterrassen.

VPB: Kaum Zuschüsse zur Sanierung von Ferienwohnungen

BERLIN. Die Sommerferien sind da. Millionen Deutsche verreisen und manche beschließen angesichts teurer Unterkünfte, sich endlich selbst eine eigene Ferienimmobilie zuzulegen. Im Prinzip ist das eine gute Idee, so der Verband Privater Bauherren (VPB), denn in Niedrigzinszeiten kann eine Immobilie in guter Lage auf Dauer im Wert steigen. Außerdem bietet sie in der Hochsaison ein sicheres Quartier und lässt sich, sofern sie attraktiv liegt, sogar vermieten.

Einzelimmobilien müssen in der Regel selbst verwaltet werden. Das setzt regelmäßige Kontrollen und persönliche Präsenz voraus oder einen professionellen Haussitting-Service, der natürlich einiges kostet. Ist die Wohnung Teil einer Wohnungseigentumsanlage, werden die Käufer Mitglieder der Eigentümergemeinschaft, mit allen Rechten und Pflichten. Dazu gehören auch das Hausgeld, das sie monatlich bezahlen müssen und aus dem die laufende Instandsetzung finanziert wird, sowie eventuelle Umlagen für größere Sanierungsarbeiten. Sehr gut überlegen sollte man sich, ob man Bruchteilseigentum erwirbt. Hier erwirbt man nur einen ideellen Anteil am Grundstückseigentum.

Vorsicht bei älteren Ferienwohnanlagen, warnt der VPB. Sie sind in die Jahre gekommen und müssten dringend modernisiert werden. Auch die Anpassung des energetischen Standards ist meist sinnvoll, denn viele Ferienwohnungen waren ursprünglich nur für den Sommeraufenthalt konzipiert.

VPB rät: Vor dem ETW-Kauf Substanz prüfen und Miteigentümer

BERLIN. Wer sich in eine Eigentümergemeinschaft einkauft, der sitzt auf Gedeih und Verderb mit seinen Miteigentümern in einem Boot. Besonders schwierig kann das werden, wenn es einen Mehrheitseigentümer gibt, der das Geschehen in der Anlage dominiert und zum Beispiel selbst dringend nötige Sanierungen verschleppt und vielleicht sogar mit den Umlagezahlungen dramatisch in Verzug gerät, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Das geht dann zu Lasten der anderen Einzeleigentümer. Zwar können sie bei zwingend erforderlichen Maßnahmen den Uneinsichtigen verklagen, aber den Prozess müssen sie erst einmal führen und auch gewinnen. Im schlimmsten Fall verkommt in der Zwischenzeit die Substanz und die Wohnungen verlieren an Wert. Kaufinteressenten sollten also vor dem Kauf einer ETW nicht nur auf den Preis schauen, sondern genau prüfen, in welchem Zustand das Gemeinschaftseigentum ist, wie es um die Rücklagen steht, wer noch in der Anlage wohnt und ob es einen Mehrheitseigentümer gibt, der zum Problem werden könnte. Im Zweifel rät der VPB: Nicht kaufen!