Tag: Schräge


VPB: Rollstuhlrampen richtig bemessen

BERLIN. In jungen Jahren geht das vielleicht noch – ein paar Bretter hinlegen und den Kinderwagen mit Hauruck über die zwei Stufen am Eingang hochschieben. Mit einem Rollstuhl geht das nicht mehr. Sobald jemand im Haus wohnt und auf den Rollstuhl angewiesen ist, muss eine ordentliche Rollstuhlrampe gebaut werden. Und die darf nur eine Steigung von maximal sechs Prozent haben, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Nicht mehr, sonst muss jemand den Rollstuhl schieben, weil er kippen könnte. Das heißt also: Zur Überwindung von Stufen vor der Haustür in Höhe von nur 36 Zentimetern muss die Rampe bei sechs Prozent Steigung sechs Meter lang sein. So viel Platz hat fast niemand im Vorgarten. Oft werden deshalb Podeste eingebaut, damit Betroffene aus eigener Kraft mit dem Rollstuhl ins Haus kommen. Die Rollstuhlschräge muss also genau geplant werden. Der Eingang ist dabei nur einer von vielen Bereichen im Haus, in denen Barrieren systematisch vermieden oder später abgebaut werden müssen. Bauherren sollten sich rechtzeitig beraten lassen, welche Lösungen für sie geeignet sind. Hilfreich ist dabei das VPB-Einstiegspaket „70plus Barrierearm“.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Treppenstufen am Eingang vermeiden

BERLIN. Viele Neubauten haben kleine Treppen vorm Haus: Zwei bis drei Stufen über Erdniveau liegen die Eingänge. Das muss nicht sein, ist aber üblich, weil die Baufirmen auf diese Weise die Abdichtung des Kellers ausreichend hochziehen können, um Feuchteschäden zu vermeiden. Die Bewohner bezahlen diese Art der Bauausführung mit einem enormen Verlust an Komfort, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Sind die Stufen vorm Haus und an der Terrassentür schon im Alltag hinderlich, werden sie zur unüberwindbaren Barriere, sobald ältere Bewohner auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Dann denken viele Hausbesitzer über den Bau von Schrägen oder Rampen nach. Für den privaten Bereich gibt es da keine gesetzliche Regelung. Im öffentlichen Bereich ist eine maximale Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt – was recht steil ist. Der Ersatz einer 16 Zentimeter hohen Eingangsstufe durch eine Schräge mit sechs Prozent Gefälle bedeutet eine Rampenlänge von 2,67 Metern! Wer es komfortabler mag und die Steigung reduziert, braucht entsprechend längere Schrägen und entsprechend mehr Platz im Vorgarten. Die meisten Häuser haben im Vorgarten gar nicht genug Raum für solche Lösungen. Der Verzicht auf unnötige Stufen ist also sinnvoll – muss aber konstruktiv geplant werden, um Nässe aus dem Haus zu halten.

 

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