Tag: Verarbeitungstemperatur


VPB: Bei Bauarbeiten im Winter auf Temperaturen achten

BERLIN. Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind immer problematisch. Die meisten Baustoffe dürfen nämlich nur bis zu bestimmten Temperaturen eingesetzt werden, darunter nicht mehr. Das klappt nicht auf allen Baustellen. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) beobachten bei ihren Baukontrollen häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche falsch verarbeitet wurden und nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten. Zu den typischen Mängeln gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, Hohlstellenbildung. Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur. Das ist eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen. Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte innen mit dokumentieren, rät der VPB. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren. Hat die Firma die Baustoffe nämlich falsch eingesetzt, muss sie die Schäden auch in Ordnung bringen.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB rät zu regelmäßigen Baukontrollen bei sinkenden Temperaturen

Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen, um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. „Das klappt oft nicht“, weiß Marc Ellinger. „Gerade bei Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, beobachten wir bei den Baukontrollen später häufig frostbedingte Schäden. Dazu gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, sprich Hohlstellenbildung.“ Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur, also eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen.

Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen. „Damit muss die Baufirma rechtzeitig anfangen“, mahnt der Sachverständige, „sonst kühlt der Bau erst aus und muss dann wieder unter Einsatz von viel Energie aufgeheizt werden.“ Geeignet sind elektrische Heizgebläse oder die hauseigene Heizung, sofern sie schon funktioniert. Nicht ideal sind Gasheizer, denn sie produzieren mit jedem Liter Gas, den sie verbrauchen, nicht nur Wärme, sondern auch einen Liter Wasser; der muss zusätzlich beseitigt werden und verzögert die Trocknung entsprechend.

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