Tag: Verband Privater Bauherren


VPB: Nicht auf „Dach-Haie“ einlassen

BERLIN. Der Sommer ist die Zeit der Haustürgeschäfte. Jetzt sind die fliegenden Handwerker unterwegs, die an der Haustür klingeln und unaufgefordert ihre Dienste anbieten, natürlich zu „einmaligen Sonderkonditionen“. „Dach-Haie“, wie sie in der seriösen Branche heißen, bieten vor allem schnelle Dienste auf dem Dach an, dort, wo niemand sie überwacht. Das ist die Masche: Schnell Auftrag an Land ziehen, bar kassieren und wieder verschwinden. Was können Verbraucher tun, wenn Dienstleister an der Tür klingeln? Am besten auf nichts einlassen und nichts unterschreiben. „Wer unaufgefordert aufgesucht wird und zu Hause etwas vertraglich mit einem Unternehmer vereinbart, hat als Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Es handelt sich um einen sogenannten Außergeschäftsraumvertrag.“ Dabei müssen die Hauseigentümer ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht belehrt werden. „Weil das bei unseriösen Firmen meist nicht passiert, verlängert sich die Widerrufsfrist in diesen Fällen neben den üblichen 14 Tagen nach Vertragsschluss um weitere zwölf Monate.“ Zumindest theoretisch. Das wissen aber auch die „Dach-Haie“ und versuchen gleich einen Vorschuss für Material zu kassieren. Diese Vorschüsse müssten zwar bei rechtzeitigem Widerruf grundsätzlich zurückerstattet werden, aber die Durchsetzung wird für die Hauseigentümer mühsam, der Erfolg ist nicht sicher. Die Firma ist in der Regel nicht mehr zu greifen. Das gilt auch bei mangelhafter Arbeit und bei Schäden, die die Firmen überhaupt erst verursachen. Deshalb: Keine Geschäfte an der Haustür machen.

VPB stellt neuen Ratgeber zum Erbbaurecht vor

BERLIN. Knappes Bauland, steigende Baupreise und der Wunsch nach kurzen Wegen im Alltag haben in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen in die Städte gezogen. Wer verdichtet wohnt, kann nachhaltiger und effizienter wirtschaften. In Zeiten von Corona vermissen allerdings gerade Familien den eigenen Garten als Freiraum. Wer demnächst bauen oder kaufen möchte, fragt sich deshalb: Welcher Weg ist der richtige? Möglichkeiten, im Grünen zu wohnen, ohne weitere Flächen zu zersiedeln, sieht der Verband Privater Bauherren (VPB) in der Bebauung bereits vorhandener Bauflächen. Neben dem Altbaukauf mit Sanierung oder Abbruch und Neubau bietet sich vor allem der Erbbau an. Dazu hat der VPB nun den neuen Ratgeber „Erbpacht oder Erbbaurecht – Eine Alternative zum Grundstückskauf?“ veröffentlicht. Interessierte können ihn ab sofort im Servicebereich unter www.vpb.de kostenlos herunterladen.

Erbbaugrundstücke werden in der Regel von Kommunen und kirchlichen Institutionen für eine begrenzte Zeitspanne angeboten, oft bis zu 99 Jahre. Die Grundstückseigentümer kommen mit dem Angebot vor allem jungen Familien entgegen, denn Erbbaurecht rechnet sich vor allem für jene, die nur wenig ansparen können. Das sind insbesondere private Bauherren, die zwar ein Haus finanzieren können, nicht aber auch noch ein Baugrundstück dazu.

Ob sich die Erbpacht für die privaten Bauherren lohnt,

VPB: 360-Grad-Videos sind keine Basis für den Hauskauf

BERLIN. Corona verunsichert Immobilienkäufer wie -verkäufer: Sollen sie sich noch zur Besichtigung der Immobilie treffen, oder genügen Fotos, Pläne und ein 360-Grad-Video? Immer öfter bieten Makler solche Videos an, um Käufern eine Wohnung oder ein Haus schmackhaft zu machen. In Corona-Zeiten empfehlen manche das Video sogar als Ersatz für die Besichtigung. Darauf sollten sich Kaufinteressenten nicht einlassen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer eine Immobilie kauft, sollte sie vorab immer selbst in Augenschein nehmen – und zwar gründlich, am besten mehrmals und in Begleitung des eigenen unabhängigen Sachverständigen, der die Substanz zuverlässig einschätzen kann. Das ist auch – nur mit dem Experten und dem entsprechenden Abstand – in Corona-Zeiten möglich.

„Ein 360-Grad-Video leistet meist nicht viel mehr als ein Exposé“, konstatiert Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das reicht nicht aus, um eine Immobilie auch nur annähernd beurteilen zu können.“ Ein typisches Problem bei Videoaufnahmen ist die verzerrte Wirkung. Die Betrachter bekommen völlig falsche Raumdimensionen vorgespiegelt. „Echte Problemstellen werden in der Regel gar nicht erst gezeigt“, resümiert der Sachverständige.

„Bei Besichtigungen ist es aber wichtig, vor allem in die Ecken zu schauen“, betont Altbauexperte Kellhammer. „Gerade in den Gebäude-, Zimmer- und Fensterleibungsecken finde ich immer die Hinweise auf Kondensat oder Schimmelbildung. Oft verrät mir das auch der muffige oder gar schimmelige Geruch.“ Auch Rissbildungen, wellige Tapeten oder Senkungen im Bodenbelag sind auf Videos nicht erkennbar. Ebenso wenig lose Beschläge, Leisten, Beläge, Fliesen oder hohlliegender Estrich. Alles Dinge, hinter denen sich ernsthafte Probleme verbergen können,

VPB: Baubeschreibungen gehen oft von Idealbedingungen aus

BERLIN. Seit der Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben private Bauherren, die ein schlüsselfertiges Haus auf ihrem eigenen Grundstück ohne eigenen planenden Architekten bauen, das Recht auf eine detaillierte Baubeschreibung. Viele dieser Baubeschreibungen passen aber nicht zum Grundstück der Bauherren. Das beobachtet Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Sachverständiger und Leiter des Freiburger Büros im Verband Privater Bauherren (VPB) „Die meisten Baufirmen setzen bei ihren Angeboten Idealbedingungen voraus, die nicht den Gegebenheiten vor Ort entsprechen – obwohl die Anbieter den zukünftigen Standort des Hauses kennen“, kritisiert der Experte. „Nach Vertragsabschluss kommen dann scheibchenweise die daraus resultierenden Mehrkosten auf den Tisch.“

So gehen Baufirmen in den Baubeschreibungen beispielsweise von einem ebenen, gut anfahrbaren Grundstück aus, einer Schneelastzone 1, mit wenig Schnee, einer Windzone 1, mit geringen Windstärken, und einer Erdbebenzone 0 ohne seismische Erschütterungen. Auch bei der Bodenfeuchte werden ideale Bedingungen angenommen, die keine besondere Abdichtung gegen Feuchtigkeit erforderlich machen. In der Region, die Marc Ellinger mit seinem Regionalbüro betreut, zwischen der Rheinebene um Freiburg und dem hohen Schwarzwald, hat er es auf wenigen Kilometern mit fast allen Zonen zu tun: In der Rheinebene schneit es mäßig, deshalb gehört die Gegend in die Schneelastzone 1, aber schon im Schwarzwald wird mit Schneelastzone 2a fast der bundesweit höchste Wert 3 erreicht. Folglich müssen die Dächer und die gesamte Hauskonstruktion dort stabiler konstruiert sein. Ähnlich verhält es sich bei den Erbebenzonen: nördlich der Universitätsstadt gilt die moderate Zone 1, im Schwarzwald stellenweise Zone 3, was eine entsprechend aufwändigere Bauweise voraussetzt. „Und wenn ein Haus am Hang gebaut wird, ist klar, dass es zumindest zur Hangseite hin gegen drückendes Wasser mit Eintauchtiefen unter drei Meter abgedichtet werden muss. Die in der Baubeschreibung standardmäßig angenommene und eingepreiste einfache Abdichtung reicht da nicht aus.“

Was im äußersten Südwesten der Bundesrepublik gilt, trifft auf das gesamte Land zu: Die Zonen variieren zum Teil erheblich. Beispiel Rügen:

VPB: Smarthome vor Zugriffen von außen schützen

BERLIN. Wer sein Haus smart plant oder nachrüstet, sollte sich im Vorfeld vor allem Gedanken über die Datensicherheit machen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Viele Smarthome-Anwendungen werden heute ganz oder teilweise über das Internet gesteuert, etliche Anwendungen liegen in der Cloud. Und wie bei allen Systemen gilt: Jedes ist nur so sicher, wie sein schwächster Part. Angesichts von immer wiederkehrenden Berichten über gehackte WLAN-Zugänge oder über Firmen, die irgendwo auf der Welt mitschreiben lassen, was Nutzer ihren Sprachassistenten anvertrauen, wird klar: Sicherheit ist oberstes Gebot beim Smarthome. Externe dürfen nicht von außen in die Systeme eindringen können. Bauherren sollten deshalb abklären, was sie wirklich benötigen und die Passwörter nie auf der Werkseinstellung belassen. Muss die Anlage ständig mit dem Internet verbunden sein? Eine verlässliche Heizungs-, Rollladen- oder Beschattungsteuerung muss nicht unbedingt smart und online sein. Auch Licht- oder Soundsysteme gibt es ohne Internetanschluss. Prüfen sollten Hauseigentümer immer auch, wen sie mit der Installation ihres Smarthomes beauftragen. Wer wartet die Anlage, eventuell ja auch von außen? Welche Hard- und Software wird installiert? Wer sorgt für regelmäßige Updates? Wer hat die Passwörter? Und was passiert, wenn die Hauseigentümer die Wartungsfirma wechseln möchten? Wer seine Sicherheit ernst nimmt, sollte sich auch in diesen Fragen zunächst ausgiebig von unabhängigen Experten beraten lassen und danach erst Aufträge vergeben.

VPB: Sonderwünsche immer schriftlich vereinbaren

BERLIN. Immer wieder stellen Bauherren während der Bauvertragsverhandlungen fest: Wir hätten gerne noch ein Bad unterm Dach oder ein zusätzliches Fenster in der Nordfassade. Sie besprechen das dann mit der Vertriebsfirma und gehen davon aus, dass ihre Wünsche vom Schlüsselfertiganbieter auch umgesetzt werden. Das klappt aber oft nicht, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Vertriebler wie auch die Vertreter von Schlüsselfertigfirmen haben meist keine Vollmacht, solche nachträglichen Extrawünsche mit den Bauherren direkt zu vereinbaren. So schützen sich die Firmen vor überzogenen oder objektiv nicht erfüllbaren Wünschen. Denn Änderungen, die einfach klingen und auf dem Papier schnell skizziert sind, ziehen im laufenden Baubetrieb erhebliche Umplanungen und Kosten nach sich, wenn sie überhaupt baurechtlich zulässig sind. Prinzipiell sind nachträgliche Änderungen möglich. Der Gesetzgeber hat dazu im neuen Bauvertragsrecht sogar das sogenannte einseitige Anordnungsrecht vorgesehen. Das Instrument ist allerdings für Großprojekte gedacht. Privaten Bauherren bringt es keine Vorteile, in jedem Fall aber Zeitverzögerungen beim Hausbau. Wenn Bauherren Aufwand, Verzögerungen und die teils erheblichen Mehrkosten trotzdem nicht scheuen, müssen sie die Änderungswünsche daher mit der Baufirma aushandeln und vertraglich vereinbaren, so wie es laut Paragraph 650b Abs. 2 Satz 1 BGB auch 30 Tage lang passieren muss, bevor den Bauherren das einseitige Anordnungsrecht überhaupt zusteht – aus Rechtssicherheitsgründen natürlich schriftlich. Dabei unterstützen sie unabhängige Sachverständige. Privaten Bauherren empfiehlt der VPB allerdings: Am besten von vornherein gründlich planen und gleich alle Wünsche in den Bauvertrag verhandeln.

VPB: Haus unbedingt vor der Abnahme genau prüfen

BERLIN. Immer wieder stellen Bauherren kurz vor dem Einzug ins schlüsselfertige Haus fest: Es hapert an vielen kleinen Dingen. Mal fehlen Dichtungen, mal Abdeckungen, mal sind Fenster und Türen nicht richtig eingepasst oder justiert. Das alles ist laut Verband Privater Bauherren (VPB) kein Problem, solange die Abnahme noch aussteht. Dann können Bauherren diese Problemstellen mit ihren unabhängigen Sachverständigen durchsprechen und, sofern es sich um echte Mängel handelt, auf die Liste für die Bauabnahme setzen. Beim Abnahmetermin besprechen sie dann mit der Baufirma, wie was behoben wird und bis wann. Ärgerlich ist es, wenn die Bauherren das Haus voreilig abnehmen und vielleicht sogar schon die Schlussrechnung bezahlen, bevor sie all die kleinen Problemstellen moniert haben. Nach der Abnahme – und erst recht, wenn das Geld bereits geflossen ist – wird es oft schwer, die Firma zur Nachbesserung zu überreden. Besser ist es, die Abnahme gemeinsam mit eigenen Sachverständigen vorzubereiten. Dabei kommen meist noch weitere Mängel zu Tage, die noch vor der Begleichung der Endabrechnung zu beheben sind.

VPB: Haus möglichst vor der Rente abbezahlen

BERLIN. Wenn der Festzins des Baukredits ausläuft, müssen Haus- und Wohnungseigentümer in der Regel über die Anschlussfinanzierung nachdenken. Das sollten sie rechtzeitig angehen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn der Zeitpunkt ist ideal, um die zukünftigen Monatsraten der aktuellen finanziellen und persönlichen Lage anzupassen. Meist stehen Hauseigentümer ein paar Jahre nach dem Hausbau finanziell besser da, als direkt nach dem Einzug. Wer kann, sollte bei niedrigen Zinsen möglichst hoch tilgen. Dann schrumpfen die Schulden erheblich schneller. Eine weitere Möglichkeit ist auch, Sondertilgungen zu vereinbaren. Das lohnt sich vor allem, wenn Erbschaften oder Boni zu erwarten sind. Ob sich Forward-Darlehen rentieren, also die Sicherung von niedrigen Zinssätzen auf bis zu fünf Jahre, ist immer ein Rechenexempel. Spätestens drei bis vier Monate vor Auslaufen der Zinskonditionen sollten sich Hauseigentümer um den Anschlusskredit kümmern. Dann bleibt auch noch Zeit, sich eventuell eine andere Bank zu suchen, wobei dann auch Kosten für die Absicherung durch neue Grundpfandrechte oder deren Übertragung zu berücksichtigen sein können. Der VPB erinnert auch daran: Das Haus sollte bis zur Rente abbezahlt sein. Außerdem sollten Hauseigentümer an die laufende Instandhaltung denken und etwas für eventuelle Umbauten im Alter zurücklegen. Bauherrenberater im VPB beraten sie bei ihren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

„Baufehler an Wohngebäuden“ – Verband Privater Bauherren und Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen veröffentlichen gemeinsame Studie

BERLIN. Vor 24 Jahren, 1996, hat die Bundesregierung ihren letzten Bauschadensbericht herausgegeben. Seither gibt es keine verlässlichen Zahlen mehr zu Schäden am Bau.

Gleichzeitig bauen heute mehr Menschen denn je, denn in der Niedrigzinsphase bietet die eigene Immobilie den besten Schutz für das sauer Ersparte und ermöglicht den Aufbau der privaten Altersvorsorge. Auch das Baukindergeld wird inzwischen zunehmend in den Neubau investiert. Zeit also, gerade im Schlüsselfertigbau, der dabei die häufigste Vertragsgestaltung darstellt, die Ausführungsqualität unter die Lupe zu nehmen.

Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. hat dafür gemeinsam mit dem Verband Privater Bauherren (VPB) die Ausführungsqualitäten auf den Baustellen in Deutschland analysiert. Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ fasst die Ergebnisse zusammen.

Die Analyse beschäftigt sich mit Ausführungsfehlern, denn Bauen wird immer komplizierter. Die anspruchsvolle Technik der gesetzlich geforderten hocheffizienten Gebäude stellt alle am Bau Beteiligten vor ständig neue Herausforderungen. Bei der Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Fehler passieren. Zwar führt nicht jeder Baufehler gleich zu gravierenden Schäden, Baufehler sind aber wichtige Indizien für Ausführungsprobleme und Schwächen an Bauelementen und in Konstruktionen. Sie zeigen damit, wo technische Aufklärung und in der Baubranche weitere Fortbildungen sinnvoll sind. Sie zeigen auch, an welchen Stellen Bauausführungen ggf. planerisch überdacht werden sollten, weil sie fehleranfällig sind – und an welchen Stellen auch Verbraucher ganz besonders genau hingucken sollten, wenn sie neu bauen.

Die vorliegende Baufehlerstudie basiert auf der anonymisierten Analyse von über 1.000 bundesweit verteilten Baustellenbegehungen im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung, die im VPB durchgeführt wurden.

Mit dem Bericht verfolgen VPB und die Arbeitsgemeinschaft

VPB: Vorkaufsrecht kann Baupläne gefährden

BERLIN. Viele Käufer von Grundstücken oder Bestandsimmobilien reagieren überrascht, wenn der Notar nach der Beurkundung erklärt, er müsse nun noch die Verzichtserklärung einholen. Das ist übliche Praxis, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB): Kommunen können bei Grundstücken in ihrer Gemarkung ein Vorkaufsrecht haben. Sie können ein Grundstück erwerben, sobald es verkauft werden soll. Damit sollen sie die Möglichkeit bekommen, sich ein für die infrastrukturelle Entwicklung wichtiges Areal zu sichern, etwa wenn in einem Gebiet mittelfristig eine Kita gebaut werden soll, aber das Bauland dazu fehlt. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht nicht, bekommt der Notar die Verzichtserklärung und der Kauf geht, wie beurkundet, über die Bühne. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht, muss sie denselben Preis bezahlen, den der Verkäufer vom potenziellen Käufer bekommen hätte – nur bei deutlicher Überschreitung ist dieser bis zum Verkehrswert herabsetzbar. Der Verkäufer hat also keinen Nachteil. Die Käufer allerdings können ein schon sicher geglaubtes Areal in letzter Minute noch verlieren. Der VPB rät angehenden Bauherren deshalb, keine Bauverträge zu unterzeichnen, bevor das Grundstück nicht wirklich in ihr Eigentum übergegangen ist.

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