Tag: Verband Privater Bauherren


VPB: Grundsteuer gehört zu den laufenden Nebenkosten

BERLIN. Die Grundsteuer soll modernisiert werden, das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Wann und wie ist aber noch nicht absehbar. Bis dahin gehört die Grundsteuer zu den laufenden Nebenkosten, die Immobilieneigentümer jedes Jahr berappen müssen. Erhoben wird sie von der jeweiligen Kommune, und weil die Städte und Gemeinden finanziell knapp sind, neigten sie in der Vergangenheit dazu, die Grundsteuer regelmäßig zu erhöhen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Immobilienkäufern deshalb, sich vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung beim Vorbesitzer nach der Höhe der Grundsteuer für das Objekt zu erkundigen, damit sie die Nebenkosten besser abschätzen können. Die Grundsteuer ändert sich in der Regel nicht durch den Verkauf der Immobilie. Erst beim Umbau oder Ausbau kann sie sich verändern. Berechnet wird sie – bislang – vom Finanzamt aus dem Einheitswert, dem Grundsteuermesswert und dem Hebesatz. Beim Neubau müssen Bauherren also auf den Bescheid des Finanzamts warten, um zu erfahren, wie hoch die Grundsteuer wird. Nicht verwechseln sollten Kaufinteressenten die Grundsteuer mit der Grunderwerbsteuer. Letztere fällt beim Kauf der Immobilie einmalig an und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Während sich die Grundsteuer für ein Familienheim in der Regel noch in Hunderten Euro bemisst, schlägt die Grunderwerbsteuer mit dem Gegenwert eines Klein- oder Mittelklassewagens zu Buche.

VPB: Abgelaufene Energieausweise erneuern lassen

BERLIN. Seit 2008 gibt es den Energieausweis für Bestandsgebäude. Da Energieausweise nur zehn Jahre gelten, werden seit vergangenem Jahr die ersten Energieausweise nach und nach ungültig. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Hauseigentümer, die vermieten oder ihre Immobilie verkaufen möchten, sollten prüfen, wann ihr Dokument abläuft, damit sie es rechtzeitig erneuern können. Hinzu kommt: Während 2008 für kleinere Immobilien mit weniger als fünf Wohnungen noch der einfache Verbrauchsausweis ausreichte, der auf den Abrechnungen beruhte, brauchen die Eigentümer dieser Häuser inzwischen in der Regel auch den aufwändigeren Bedarfsausweis. Miteigentümer von Wohnungseigentümergemeinschaften benötigen den Energieausweis ebenfalls bei Neuvermietung oder Verkauf ihrer Wohnung. In WEGs wird der Ausweis für die gesamte Anlage ausgestellt. Eigentümer bekommen eine Kopie über die Hausverwaltung.

VPB: In vielen Bauverträgen fehlt noch das Widerrufsrecht

BERLIN. Das Bauvertragsrecht ist Anfang 2018 in Kraft getreten. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) werden die Neuerungen aber nur schleppend umgesetzt. Zwar gibt es Baufirmen, die von Anfang an mit gesetzeskonformen Vertragsunterlagen arbeiten, viele tun es aber noch immer nicht. Bauherren sollten sich aber auf alte Verträge nicht einlassen, rät der VPB, sie entsprechen nicht den rechtlichen Vorgaben und bringen während des Bauens garantiert Ärger. Einen veralteten Vertragsentwurf erkennen Bauherren zum Beispiel daran, dass sie vor Abgabe ihrer Vertragsabschlusserklärung nicht über das ihnen beim Schlüsselfertigneubau aus einer Hand auf eigenem Grund rechtlich zustehende Widerrufsrecht informiert werden. Das muss aber vorher in Textform passieren.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Geländer müssen sicher befestigt werden

BERLIN. Französische Balkone sind beliebt. Die bodentiefen Fenster lassen viel Helligkeit ins Haus, und der Verzicht auf den Austritt spart Baukosten. Dennoch brauchen auch französische Balkone sichere Geländer, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Was viele Bauherren nicht wissen: Die Geländer sind statisch tragende Teile. Ihre Verankerung muss sogar vom Statiker berechnet werden. Das ist oft nicht einmal den Handwerkern bewusst, die die Absturzsicherungen montieren. Im eigenen Interesse sollten Bauherren hier deshalb immer kritisch bleiben und nach der Statik fragen.

 

VPB: Rettungsweg auch bei Brand und Stromausfall offenhalten!

BERLIN. Brandschutz ist lebenswichtig, deshalb ist er auch im privaten Ein- oder Zweifamilienhaus vorgeschrieben. Sträflich vernachlässigt wird nach Erfahrung des Verbands Private Bauherren (VPB) aber oft der zweite Rettungsweg. Das sind in der Regel Fenster, Terrassen- und Balkontüren, durch die Bewohner ins Freie flüchten können, wenn Treppenhaus und Eingang durch Feuer und Qualm unpassierbar geworden sind. Viele Hausbesitzer schneiden sich ihren zweiten Rettungsweg unbewusst selbst ab: Sie lassen sich elektronische Rollladenheber installieren und zwar ohne Gurtroller, mit Motoren direkt an der Rolle. Das sieht schicker aus, kann aber fatal enden, denn sobald es brennt, fällt der Strom im Haus aus. Damit sind geschlossene Rollläden blockiert, die Fenster fallen als Rettungsweg aus. Erschwerend kommt hinzu: Durch die geschlossenen Rollladenpanzer können die Retter gar nicht sehen, wo sich die Eingeschlossenen befinden und wo sie die Axt ansetzen müssen. Der VPB rät deshalb: Wer elektrische Rollladenheber einbaut, muss darauf achten, mindestens so viele Rollläden mit Gurten zu versehen, die im Notfall ohne Strom geöffnet werden können, wie der Brandschutz vorschreibt. Zusätzlich sollte immer eine Feuerwehraxt in Greifweite liegen.

VPB: Winterbaustellen müssen regelmäßig gelüftet werden

BERLIN. Das Hauptproblem auf Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Wenn Estrich aufgebracht oder die Innenwände verputzt werden, dann entsteht im Haus viel Feuchtigkeit. Und die muss raus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nur durch konsequentes Heizen und Lüften. Beides ist unentbehrlich, um Schäden zu verhindern. Ein spezielles Problem beobachten VPB-Experten immer wieder im Winter: Im Erdgeschoss und im ersten Stock wird verputzt und geheizt, während die Luke zum noch nicht ausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss weit offen steht. Das ist bauphysikalisch fatal, warnen die VPB-Experten, denn die Feuchtigkeit aus dem unteren Bereich zieht wie in einem Kamin nach oben und schlägt sich dort an den kühlen Dachsparren nieder. Diese Feuchtigkeit führt fast immer zu Schimmelbefall, der später teuer saniert werden muss. Im schlimmsten Fall müssen Balken sogar ausgetauscht werden. Das Problem lässt sich vermeiden, wenn das Treppenloch zum unausgebauten Dach vor dem Ausbau geschlossen würde. Damit wären kühler und beheizter Bereich baulich getrennt. Die Feuchte aus Putz und Estrich könnte nicht ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.

VPB: Unverheiratete sollten beim Immobilienbesitz den Ernstfall regeln

BERLIN. Viele Paare, jüngere, wie ältere, leben heute ohne Trauschein zusammen. Etliche von ihnen kaufen gemeinsam Wohneigentum. Was passiert eigentlich, wenn ein Partner stirbt? Ganz gleich, ob beide Eigentümer der Wohnung waren oder nur der verstorbene Partner, falls kein Testament vorliegt, steht Ärger ins Haus. Unverheiratete haben nämlich kein gesetzliches Erbrecht. Sie können vorbauen, indem sie ein Testament oder einen Erbvertrag machen, sich darin gegenseitig als Erben einsetzen, und so das Vermögen und damit auch den eigenen Anteil an der Immobilie dem Partner beim Ableben übertragen. Allerdings haben Unverheiratete im Erbfall nur einen geringen Freibetrag von 20.000 Euro. Auf das restliche Erbe erhebt das Finanzamt Erbschaftssteuer; bei einer Immobilie sind das 30 Prozent vom Verkehrswert. Außerdem können Angehörige des Verstorbenen auf ihren Pflichtteil pochen; der beträgt in der Regel die Hälfte vom gesetzlichen Erbteil. Es ist also gut, wenn neben der Wohnung auch noch ausreichend Geld vorhanden ist, um eventuelle Erben aus- und Steuern bezahlen zu können. Eine weitere Möglichkeit, dem überlebenden Partner die Wohnung zu erhalten, ist die Einräumung eines Wohnrechts oder Nießbrauchs für den überlebenden Partner. Hilfreich können auch Risikolebensversicherungen sein. Aber auch dabei gibt es vieles zu beachten. Entscheidend ist übrigens immer der Verkehrswert der Immobilie – und der steigt aktuell bei vielen Immobilien. Eigentümer können sich darüber freuen. Unverheiratete sollten aber auch den Ernstfall regeln.

VPB: Schnee vom Haus fernhalten

BERLIN. Vor allem, wenn es friert und schneit, sollten Hausbesitzer regelmäßig Kontrollgänge um ihr Heim machen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Dabei Schneeverwehungen an Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren beseitigen. Beginnt es nämlich zu tauen, läuft das Tauwasser oft durch die Türen ins Haus oder durchfeuchtet das Mauerwerk. Schwieriger wird es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Dabei können auch hier durch Tauwasser Schäden entstehen. Beispielsweise, wenn auf der Südseite der Schnee direkt auf der Dachfläche aber noch unter der geschlossenen Schneeschicht zu tauen beginnt. Das Wasser kann dann nicht ablaufen und sucht sich seinen Weg über die Ziegel ins Haus. Oft passiert das auch an Kamineinfassungen oder Dachflächenfenstern. Da hilft nur eins: Nach dem Tauwetter umgehend die Schäden beseitigen lassen. Denn feuchte Wärmedämmung schimmelt – und sie dämmt nicht mehr. Problematisch sind mitunter auch die Dächer von Carports, Gartenlauben und Garagen. Sie sind – zumal als Marke Eigenbau – nicht immer ausreichend für Schneelasten dimensioniert. Auch dort, so raten VPB-Experten, muss die Schneelast vom Dach geholt werden, ehe es einbricht.

VPB: Bauherren müssen Abnahmetermine ernst nehmen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist und für alle seither geschlossenen Bauverträge gilt, enthält neben Verbesserungen für private Bauherren auch problematische Regelungen. Dazu gehört nach Einschätzung des Verbands Privater Bauherren (VPB) auch die Neufassung der sogenannten Abnahmefiktion. Sie besagt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt! Diese Neuregelung, die vor allem die Verhältnisse zwischen Baufirmen und ihren Subunternehmern klären sollte, setzt private Bauherren unter enormen Zeitdruck. Sobald das Werk fertiggestellt ist, kann der Unternehmer nun eine angemessene Frist zur Abnahme setzen. Als angemessen gelten zehn bis 14 Tage. Innerhalb dieser Zeit müssen die Bauherren den Bau entweder abnehmen oder aber mindestens ein Mangelsymptom nennen. Können sie das nicht, bekommen sie keinen Aufschub mehr. Der Bau gilt dann als abgenommen. Diese Abnahmefiktion greift aber nur, wenn der Unternehmer die Verbraucher-Bauherren vorab und in Textform über die Rechtsfolgen informiert hat. Dazu reicht schon eine E-Mail. Bauherren sollten solche Schreiben in Zukunft also keinesfalls ignorieren, sondern umgehend und mit Unterstützung ihres Bausachverständigen klären, ob das Haus, das sie nun übernehmen sollen, auch tatsächlich fertig und mängelfrei ist.

VPB: Bei Denkmälern frühzeitig die Behörde ansprechen

BERLIN. Schön sanierte Baudenkmäler sind rar und entsprechend teuer – und unsanierte Altbauten bergen oft finanzielle Risiken. Deshalb rät der Verband Privater Bauherren (VPB): Altbauliebhaber sollten kein Objekt kaufen, ohne es vorher mit mehreren Fachleuten zu begutachten – und niemals, ohne vorab mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde zu sprechen! Baudenkmäler sind nämlich nicht einfach schöne Häuser, die im schlimmsten Fall saniert werden müssen, sondern gesetzlich geschütztes Kulturgut. Wer ein Baudenkmal kauft oder besitzt, für den gilt mehr als für alle anderen Hausbesitzer: Eigentum verpflichtet! Dafür genießen Denkmalbesitzer auch Steuervorteile. Aber gleich, was die Denkmalfreunde sich vorstellen: wie sie umbauen, anbauen, streichen oder sanieren müssen, das liegt nicht allein in ihrer Hand, sondern das entscheidet die Denkmalschutzbehörde. Private Bauherren sollten sich deshalb so früh wie möglich – am besten noch vor dem Kauf – mit der Behörde in Verbindung setzen, und ihre Wünsche abklären. Aber auch wer ein saniertes Baudenkmal vom Bauträger kauft, sollte prüfen, ob die Sanierung den denkmalpflegerischen Auflagen entspricht. Tut sie das nicht, ist Ärger garantiert: Die Steuererleichterung geht erst einmal verloren. Außerdem muss nachgearbeitet werden, was Zeit und Geld kostet. Bauherren und Käufer sollten sich den Ärger sparen.

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