Tag: Verband Privater Bauherren


VPB: Abdichtung des Kellers muss sorgfältig geplant und ausgeführt werden

BERLIN. Erdreich ist immer feucht. Deshalb müssen Häuser zum Baugrund hin abgedichtet werden. Das gilt für alle Bauten, gleich ob sie mit oder ohne Keller geplant sind, ob sie auf einem Streifenfundament oder einer Fundamentplatte lasten. Die Abdichtung gehört zu den problematischen Bauteilen, so die Erfahrung der Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sie wird über die Normenreihe DIN 18531 bis DIN 18535 geregelt. „Eigentlich wäre es einfach, die Abdichtung mängelfrei auszuführen, denn wie ein Gebäude abgedichtet werden muss, wird in den technischen Normen exakt definiert“, erläutert Dipl.-Bau-Ing. Volker Wittmann, Leiter des VPB-Büros in Regensburg. „Dass es trotzdem viele Probleme mit der Abdichtung gibt, hat verschiedene Ursachen.“

Eine davon ist das häufig fehlende Baugrundgutachten. Am Anfang jeder Planung steht – theoretisch – immer die Analyse des Bodens. Erst das Baugrundgutachten dokumentiert, wie der Boden beschaffen ist. Daraus ergeben sich dann die Art der Konstruktion, die dazu passende Abdichtung und schließlich die preisliche Kalkulation des Kellers. Fehlt das Baugrundgutachten, sind die Planer auf Annahmen angewiesen, die sich aber bei Baubeginn dann häufig als unzutreffend erweisen.

VPB begrüßt Ernennung von Staatssekretär Gunther Adler für den Baubereich

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren (VPB) begrüßt die Berufung von Gunther Adler zum Staatssekretär Bau im Bundesinnenministerium. Seit 2014 war er schon für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung im bisherigen Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zuständig. „Gunther Adler ist bereits bestens in die Baumaterie eingearbeitet“, lobt VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn. „Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit ihm.“

Der VPB begrüßt ausdrücklich auch die Einrichtung eines eigenen Bauausschusses im Bundestag. „Das war überfällig“, konstatiert Corinna Merzyn. „Bauen gehört zu den zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft. Der Bund kann hier nicht länger wegsehen. Nach wie vor liegt der Eigentumsanteil in Deutschland bei nur 50 Prozent und damit deutlich unter EU-Durchschnitt.“

„Die Politik muss nun dringend an die Arbeit und den Koalitionsvertrag umsetzen“, fordert Corinna Merzyn. „Es wird Zeit, die problematische Lage bei der Wohneigentumsbildung durch die sinnvolle Ausgestaltung der Koalitionsvereinbarungen zu beenden.“

VPB: Dämmung bei alten Fertighäusern oft verfault

BERLIN. Fertighäuser aus den 1960er Jahren sind aktuell auf dem Markt und interessant für junge Bauherren. Allerdings haben die Objekte – trotz meist guter Lage und familienfreundlicher Grundrisse – ihre typischen Mängel, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu gehören neben veralteter Haustechnik und teilweise gesundheitsbedenklichen Materialien vor allem die schlechte Dämmung. Sehr oft ist sie auch noch im Sockelbereich der Außenwände verfault. Dann muss jedenfalls die Dämmung, oft aber auch der Sockelbereich erneuert werden. Das ist aufwändig und teuer. Bauherren sollten deshalb vorab vom unabhängigen Sachverständigen klären lassen, in welchem Zustand die Dämmung ist und was gegebenenfalls an Sanierungskosten auf sie zukommt. Sonst wird der Altbau zum Schluss viel teurer als erwartet.

VPB: Schimmel kommt oft nach Fenstertausch

BERLIN. Der Neubaumarkt ist vielerorts leer gefegt, und auch sonst spricht manches für Altbauten. Bevor sie einziehen, sanieren sie die Substanz oft umfassend – und klagen kurze Zeit später über Schimmel. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) kennen solche Geschichten. Sie sind oft die Folge von nachträglichen energetischen Verbesserungen, wie etwa dem Einbau neuer Fenster. Dadurch wird die Gebäudehülle dichter, der Luftwechsel durch die neuen Fensterrahmen weitgehend unterbunden. Damit kann aber auch die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Haus selbst verursachen, nicht mehr ohne weiteres entweichen. Um die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren, müssen die Bewohner öfter konsequent lüften oder eine Lüftungsanlage nachrüsten lassen. Wer es mit zunächst dem Lüften versuchen will, der ist gut beraten, regelmäßig Raumtemperatur und Luftfeuchte zu überprüfen. Dabei hilft ein Hygrometer. Es misst die relative Luftfeuchte in Prozent und der Raumlufttemperatur in °C. Die idealen Werte liegen bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad Raumlufttemperatur. Falls schon Schimmel erkennbar ist, müssen die Bewohner die Ursache klären lassen. Nach VPB-Erfahrung kommt dafür neben dem falschen Lüften meist ein Schaden an der Gebäudehülle in Betracht, durch den Feuchtigkeit ins Hausinnere gelangt. Der Schaden muss gesucht, gefunden und behoben werden.

VPB: Auch Rohrleitungen müssen gedämmt werden

BERLIN. Rohrleitungen sind unentbehrlich für die Kalt- und Warmwasserversorgung und die Heizung im Haus. Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen alle Warmwasser-, Kaltwasser und Heizungszuleitungen gedämmt sein, die auf der Bodenplatte oder auf der Decke über unbeheizten Kellerräumen verlegt werden. Das wird aber nicht immer vorschriftsmäßig erledigt, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Bauherren sollten deshalb bei ihren Baustellenbesuchen immer wieder auch schauen, ob die Rohrleitungen mit dem richtigen Dämmstoff ummantelt sind, bevor sie mit Estrich übergossen werden. Im Zweifel sollten sie die Leitungen fotografieren und den unabhängigen Bausachverständigen mit der Prüfung der Details beauftragen.

VPB: Baugrund muss vor Vertragsabschluss untersucht werden

BERLIN. Jedes Haus muss sicher gegründet werden, sei es mit einer Bodenplatte oder einem Keller. Dafür müssen die Planer den Baugrund genau kennen. Voraussetzung dafür ist ein Baugrundgutachten. Viele Bauherren wissen das inzwischen und klären frühzeitig, ob im Bauvertrag auch ein Baugrundgutachten enthalten ist. Ist das der Fall, sind sie in der Regel zufrieden. Das Baugrundgutachten als Vertragsleistung allein reicht aber nicht aus, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB): Entscheidend sind die Ergebnisse des Gutachtens! Erst das Gutachten liefert die Basis für die Planung und Gründung des Hauses. Je nach Beschaffenheit des Baugrunds variieren Konstruktion und Ausführung des Unterbaus erheblich – und damit natürlich auch die Kosten. Wer wissen will,

VPB rät zur Vorsorge: Weiße Wannen schützen vor steigendem Grundwasserspiegel

BERLIN. Grundwasser gehört zu den Dingen, die das Bauen erheblich beeinflussen und verteuern können. Deshalb sollten Bauherren so früh wie möglich klären lassen, wie ihr Baugrund beschaffen ist, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu müssen sie eine Baugrunduntersuchung beauftragen. Erst wenn die Bodenverhältnisse bekannt sind, kann der Keller geplant und der Baupreis seriös kalkuliert werden.

Immer öfter empfehlen die Sachverständigen des VPB den Bau sogenannter Weißer Wannen. Dabei handelt es sich um Kellerkonstruktionen aus wasserundurchlässigem Beton, in der Fachsprache kurz WU-Beton genannt. Solche Keller sind teurer als konventionell gemauerte, sie kosten etwa 15.000 bis 20.000 Euro mehr. Diese Zusatzausgaben sind nötig, wenn von unten Grundwasser drückt, das einen konventionellen Mauerwerkskeller unter Wasser setzen würde.

VPB: Beim Altbaukauf an Nachrüstpflichten denken!

BERLIN. Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus im Bestand kauft, in dem der Verkäufer am 1. Februar 2002 noch selbst gewohnt hat, der muss innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Übernahme die sogenannten Nachrüstpflichten erledigen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Nachrüstpflichten sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschrieben. Demnach müssen die neuen Hauseigentümer spätestens zwei Jahre nach Eigentumserwerb, also der Eintragung ins Grundbuch, alle zugänglichen Warmwasserleitungen und die dazugehörigen Armaturen in ungeheizten Räumen dämmen. Außerdem müssen

VPB: Energieberatung oder Akquise?

BERLIN. „Energieberater“ ist kein geschützter Begriff und auch kein regulärer Ausbildungsberuf oder Studiengang. Jeder kann sich so nennen. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Bauherren sollten also genau darauf achten, wen sie mit der Energieberatung beauftragen und ob der Berater wirklich unabhängig ist oder ihnen nur etwas verkaufen möchte, was er dann auch gleich selbst einbaut. Seit Dezember 2017 ist es schwerer zu erkennen, wer wirklich neutral ist, denn nun sind auch solche Energieberater zur staatlich geförderten energetischen Beratung zugelassen, die selbst hinterher die Arbeiten ausführen. Damit werden selbst staatlich geförderte Beratungen in Zukunft zu Akquisitionen. Bauherren müssen das wissen. Sie können sich nicht länger darauf verlassen, dass die staatliche Förderung auch wirklich neutral und zu ihrem Besten ist.

VPB rät: Bei Wohnungsbesichtigung nicht auf Home-Staging hereinfallen

BERLIN. Stilvolle Altbauwohnungen verkaufen sich in großen Städten fast von selbst. Schlichtere Bestandswohnungen dagegen sind mitunter schwer an den Käufer zu bringen. Die Ausstattung ist oft einfach und meist recht abgewohnt. Um für solche Räume gute Preise zu erzielen, peppen immer öfter Makler und Verkäufer die schlichten Zimmer durch Home-Staging auf.

„Wir beobachten das hier in Berlin seit einigen Jahren immer öfter“, erläutert Dipl.-Ing. Sandra Queißer, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Die Bausachverständige führt das VPB-Büro in der Hauptstadt und begutachtet im Auftrag von Kaufinteressenten regelmäßig Bestandswohnungen. Die VPB-Berater in anderen deutschen Großstädten berichten von ähnlichen Erfahrungen.

„Beim Home-Staging wird die Wohnung mit kleinen Details aufpoliert. Dazu gehören beispielsweise große Bodenvasen oder Pflanzkübel, die einen Raum großzügig wirken lassen und dabei gleichzeitig eventuelle Verfärbungen an der Wand dahinter verdecken.“ Sandra Queißer sieht das Aufpeppen der Altbauten skeptisch. „Nichts spricht dagegen, die Fenster zu putzen und die Zimmer aufzuräumen, aber sobald Home-Stager die Wohnung gezielt und lediglich für die Verkaufsphase schick ausstaffieren, kann das auch des Guten zu viel sein.“

Die Sachverständige lässt sich kein X für ein U vormachen, wohl aber viele Kaufinteressenten, die allein und ohne unabhängigen Experten an ihrer Seite solche Wohnungen besichtigen. Sie bekommen ein Ambiente präsentiert, wie sie es aus aktuellen Hochglanzzeitschriften kennen. Dafür sind sie erfahrungsgemäß gerade in der Phase der Wohnungssuche besonders empfänglich, weil sie sich in dieser Zeit gezielt mit Wohntrends beschäftigen. Ganz klar, dass ihnen dann die im Trend gestylten Räume besonders attraktiv vorkommen.