Tag: Verkauf


VPB: Bestandsbauten werden gekauft wie besehen

BERLIN. Alte Häuser haben Schönheitsfehler und Mängel. Viele Käufer merken das erst nach dem Einzug und fragen sich dann: Muss das nicht noch der Verkäufer in Ordnung bringen? Nein, meint dazu der Verband Privater Bauherren (VPB), nicht wenn im Kaufvertrag die Gewährleistungsansprüche wirksam ausgeschlossen wurden. Formulierungen wie „gekauft wie besehen“ deuten darauf hin. Eine Gewährleistung für etwaige Mängel gibt es dann nicht. Juristen haben dazu einen flotten Spruch: „Augen auf: Kauf ist Kauf!“ Auf offensichtliche Mängel wie feuchte Wände beispielsweise muss der Verkäufer nicht hinweisen, sie sind ja zu sehen. Allerdings muss der Eigentümer Fragen offen und ehrlich beantworten und er darf ihm bekannte – erhebliche – Mängel im Vorfeld auch nicht verschweigen, sondern muss sie ungefragt offenbaren. Erhebliche Mängel sind so gravierend, dass sie den Käufer vom Kauf abhalten könnten. Dazu zählen beispielsweise Asbest im Haus oder Befall mit echtem Hausschwamm. Das setzt aber natürlich voraus, dass der Verkäufer selbst die Probleme kennt. Mancher, der ein ererbtes Haus verkauft, hat keine Ahnung, was sich darin verbirgt. Verschweigt der Käufer wider besseres Wissen schwerwiegende Probleme, handelt er arglistig, und kann sich dann nicht auf einen Gewährleistungsausschluss berufen. Der Käufer kann dann nachträglich die Beseitigung der Mängel vom Verkäufer verlangen. Im Extremfall kann der Käufer den Hauskauf rückabwickeln. Das ist allerdings ein mühsamer Weg. Er kostet Zeit und endet häufig vor Gericht, weil der Käufer dem Verkäufer Arglist nachweisen muss, was nicht immer ohne weiteres gelingt. Besser ist vorbeugen: Käufer sollten sich bei der Besichtigung der Immobilie vom unabhängigen Bausachverständigen begleiten lassen.

VPB: Grundsteuer gehört zu den laufenden Nebenkosten

BERLIN. Die Grundsteuer soll modernisiert werden, das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Wann und wie ist aber noch nicht absehbar. Bis dahin gehört die Grundsteuer zu den laufenden Nebenkosten, die Immobilieneigentümer jedes Jahr berappen müssen. Erhoben wird sie von der jeweiligen Kommune, und weil die Städte und Gemeinden finanziell knapp sind, neigten sie in der Vergangenheit dazu, die Grundsteuer regelmäßig zu erhöhen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Immobilienkäufern deshalb, sich vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung beim Vorbesitzer nach der Höhe der Grundsteuer für das Objekt zu erkundigen, damit sie die Nebenkosten besser abschätzen können. Die Grundsteuer ändert sich in der Regel nicht durch den Verkauf der Immobilie. Erst beim Umbau oder Ausbau kann sie sich verändern. Berechnet wird sie – bislang – vom Finanzamt aus dem Einheitswert, dem Grundsteuermesswert und dem Hebesatz. Beim Neubau müssen Bauherren also auf den Bescheid des Finanzamts warten, um zu erfahren, wie hoch die Grundsteuer wird. Nicht verwechseln sollten Kaufinteressenten die Grundsteuer mit der Grunderwerbsteuer. Letztere fällt beim Kauf der Immobilie einmalig an und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Während sich die Grundsteuer für ein Familienheim in der Regel noch in Hunderten Euro bemisst, schlägt die Grunderwerbsteuer mit dem Gegenwert eines Klein- oder Mittelklassewagens zu Buche.

VPB: Abgelaufene Energieausweise erneuern lassen

BERLIN. Seit 2008 gibt es den Energieausweis für Bestandsgebäude. Da Energieausweise nur zehn Jahre gelten, werden seit vergangenem Jahr die ersten Energieausweise nach und nach ungültig. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Hauseigentümer, die vermieten oder ihre Immobilie verkaufen möchten, sollten prüfen, wann ihr Dokument abläuft, damit sie es rechtzeitig erneuern können. Hinzu kommt: Während 2008 für kleinere Immobilien mit weniger als fünf Wohnungen noch der einfache Verbrauchsausweis ausreichte, der auf den Abrechnungen beruhte, brauchen die Eigentümer dieser Häuser inzwischen in der Regel auch den aufwändigeren Bedarfsausweis. Miteigentümer von Wohnungseigentümergemeinschaften benötigen den Energieausweis ebenfalls bei Neuvermietung oder Verkauf ihrer Wohnung. In WEGs wird der Ausweis für die gesamte Anlage ausgestellt. Eigentümer bekommen eine Kopie über die Hausverwaltung.

VPB: Bebauungsplan kann den Verkauf fördern

BERLIN. Bebauungspläne sind geltendes Baurecht. Kommunen regeln damit ihre bauliche Entwicklung. Für manche Bauherren ist die strikte Vorgabe von Grenzen Gängelung, tatsächlich hat ein Bebauungsplan zumindest einen großen Vorteil: Er regelt verlässlich, was gebaut werden darf. Gerade für den Verkauf von Altbauten kann das von Nutzen sein, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB), denn viele Kommunen fördern inzwischen die Nachverdichtung. Ein kleines Siedlungshaus, längst zu bescheiden für heutige Ansprüche, kann so oft erheblich erweitert werden – und wird damit für Käufer interessant, die das Objekt bislang keines Blickes würdigten. Verkäufer älterer Immobilien sollten also vor dem Verkauf klären, wie viel Potenzial das Haus hat. Ein Blick in den geltenden Bebauungsplan, eine Nachfrage beim zuständigen Bauamt, bringen schnell Klarheit und damit eventuell Vorteile beim Verkaufsgespräch. Wer ein Übriges tun möchte, der lässt in einer Bauvoranfrage klären, wie das Haus erweitert oder sogar abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden darf.

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