Tag: Wohneigentum


VPB: Unverheiratete sollten beim Immobilienbesitz den Ernstfall regeln

BERLIN. Viele Paare, jüngere, wie ältere, leben heute ohne Trauschein zusammen. Etliche von ihnen kaufen gemeinsam Wohneigentum. Was passiert eigentlich, wenn ein Partner stirbt? Ganz gleich, ob beide Eigentümer der Wohnung waren oder nur der verstorbene Partner, falls kein Testament vorliegt, steht Ärger ins Haus. Unverheiratete haben nämlich kein gesetzliches Erbrecht. Sie können vorbauen, indem sie ein Testament oder einen Erbvertrag machen, sich darin gegenseitig als Erben einsetzen, und so das Vermögen und damit auch den eigenen Anteil an der Immobilie dem Partner beim Ableben übertragen. Allerdings haben Unverheiratete im Erbfall nur einen geringen Freibetrag von 20.000 Euro. Auf das restliche Erbe erhebt das Finanzamt Erbschaftssteuer; bei einer Immobilie sind das 30 Prozent vom Verkehrswert. Außerdem können Angehörige des Verstorbenen auf ihren Pflichtteil pochen; der beträgt in der Regel die Hälfte vom gesetzlichen Erbteil. Es ist also gut, wenn neben der Wohnung auch noch ausreichend Geld vorhanden ist, um eventuelle Erben aus- und Steuern bezahlen zu können. Eine weitere Möglichkeit, dem überlebenden Partner die Wohnung zu erhalten, ist die Einräumung eines Wohnrechts oder Nießbrauchs für den überlebenden Partner. Hilfreich können auch Risikolebensversicherungen sein. Aber auch dabei gibt es vieles zu beachten. Entscheidend ist übrigens immer der Verkehrswert der Immobilie – und der steigt aktuell bei vielen Immobilien. Eigentümer können sich darüber freuen. Unverheiratete sollten aber auch den Ernstfall regeln.

VPB begrüßt Ernennung von Staatssekretär Gunther Adler für den Baubereich

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren (VPB) begrüßt die Berufung von Gunther Adler zum Staatssekretär Bau im Bundesinnenministerium. Seit 2014 war er schon für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung im bisherigen Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zuständig. „Gunther Adler ist bereits bestens in die Baumaterie eingearbeitet“, lobt VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn. „Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit ihm.“

Der VPB begrüßt ausdrücklich auch die Einrichtung eines eigenen Bauausschusses im Bundestag. „Das war überfällig“, konstatiert Corinna Merzyn. „Bauen gehört zu den zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft. Der Bund kann hier nicht länger wegsehen. Nach wie vor liegt der Eigentumsanteil in Deutschland bei nur 50 Prozent und damit deutlich unter EU-Durchschnitt.“

„Die Politik muss nun dringend an die Arbeit und den Koalitionsvertrag umsetzen“, fordert Corinna Merzyn. „Es wird Zeit, die problematische Lage bei der Wohneigentumsbildung durch die sinnvolle Ausgestaltung der Koalitionsvereinbarungen zu beenden.“

VPB zum Koalitionsvertrag: Richtiger Ansatz, aber noch sehr viel zu tun!

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren begrüßt die Koalitionsvereinbarungen der großen Koalition. Mehr als zehn Jahre, in denen die Regierung private Bauherren mit immer nachteiligeren und kostentreibenderen Regeln überzogen hat, will sich die Regierungskoalition nun wieder den privaten Bauherren zuwenden. „Das ist höchste Zeit“, so Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB), „denn nach wie vor liegt die Eigenheimquote in der Bundesrepublik nur um 50 Prozent. Wir haben es momentan mit einer Verlierergeneration zu tun, die sich Wohneigentum kaum noch leisten kann: Immer höhere technische Anforderungen verteuern das Bauen, die Grunderwerbsteuern steigen rasant, ebenso die Anforderungen an das Eigenkapital. Junge Menschen haben kaum Möglichkeiten, in Niedrigzinsphasen etwas anzusparen. Viele haben zudem nur befristete Jobs, was wiederum ihre Bonitätsbewertung drückt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. An der Basis hat die Regierung seit vielen Jahren alles weggekürzt, was früher einmal beim Aufbau einer soliden Altersvorsorge zum Wohnen geholfen hat.“

Verband Privater Bauherren zum 40. Jubiläum: Die Wohnungsmisere kann nur mit den privaten Bauherren gelöst werden

BERLIN. Ganze 95 Milliarden Euro investieren private Bauherren jedes Jahr in Wohnungen. „Der Eigentumsanteil privater Bauherren am Gesamtbestand der vermieteten und selbstgenutzten Wohnungen liegt bei über 80 Prozent. Der größte Anteil unserer Wohnungen in Deutschland wird von privaten Bauherren gebaut, gekauft oder modernisiert.“ Dies betonte Thomas Penningh zum 40. Jubiläum des Verbands Privater Bauherren (VPB) gestern (22.) in Berlin. Der VPB-Präsident hieß dazu Vertreter der Politik und der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft in der Hamburger Landesvertretung willkommen.

Viele Millionen private Bauherren, so konstatierte der VPB-Chef, prägten durch ihr Engagement die Lebens-, Wohn- und auch Altersvorsorgebedingungen in Deutschland. Thomas Penningh betonte, es sei dem VPB immerwährende Verpflichtung, privaten Bauherren nicht nur persönliche und direkte Hilfe und Rat bei der Verwirklichung ihres Wohneigentums zu geben, sondern auch im steten Austausch die politischen Rahmenbedingungen für privates Wohneigentum auf Praxisgerechtigkeit zu überprüfen und zu verbessern.

Zu den Gratulanten gehörten hochkarätige Vertreter unterschiedlichster Politikbereiche. Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks sprach als Schirmherrin des vom VPB ausgelobten Ideenwettbewerbs. Gesucht waren einfache, zukunftsfähige Wohnlösungen, denn nach Erfahrungen der VPB-Sachverständigen taugen vor allem Bauten mit robuster, leicht verständlicher Handhabbarkeit für den Alltag.

Staatssekretär Ulrich Kelber stellte für das Justiz- und Verbraucherschutzministerium das neue Bauvertragsrecht vor, das nach jahrelangem Engagement des VPB nun endlich transparente Vertragsbedingungen für private Bauherren schaffen soll. VPB-Präsident Penningh mahnte erneut die zügige Umsetzung des Gesetzes an und stellte mit Britta Loskamp aus dem Arbeitsministerium im Anschluss den „Check-Bauen“ vor, der auch den Arbeitsschutz mit Transparenz für Bauherren verknüpft.

Matthias Günther, Direktor des renommierten Pestel Instituts, erläuterte anhand der neuesten wissenschaftlichen Studie, wie auch Menschen mit geringerem Einkommen Wohneigentum bilden könnten, wenn die politischen Rahmenbedingungen die eigene Wohnung nicht mehr gegenüber dem Mietwohnungsbau benachteiligten.

Penningh resümierte, Wohneigentum sei für immer weniger Menschen erschwinglich – trotz stabilen und soliden Einkommens. „Dabei könnten sie in vielen Regionen sogar günstiger im Eigentum wohnen als zur Miete und hätten parallel eine krisenfeste Altersvorsorge aufgebaut“, so der VPB-Präsident. Mit solchen Maßnahmen ließe sich auch der Druck auf den Mietwohnungsbau spürbar lindern.

„Deutschland“, so mahnte Penningh, „steht bei der Förderung der Wohneigentumsbildung wie auch bei der Eigentumsquote am Ende der Skala aller Industrienationen, in der entscheidenden Altersgruppe ist die Wohneigentumsquote sogar rückläufig. Hier muss gegengesteuert werden. Privates Engagement, das dem Staat sogar finanzielle Vorteile bringt, muss anerkannt werden.“

In der Offensive Wohneigentum fordert der VPB deshalb gemeinsam mit weiteren Spitzenverbänden dringend ein Umdenken in der Politik. VPB-Präsident Penningh versprach allen Bauherren auch für die kommenden Jahrzehnte die aktive Unterstützung durch den ältesten baubezogenen Verbraucherschutzverband: „Wir werden weiter für alle Bauherren da sein – von den strategischen Leitlinien der Politik bis hin zu den bundesweiten Baustellenbegehungen und Beratungen.“ In der abschließenden Podiumsrunde mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen wurden die angesprochenen Probleme und Lösungsmöglichkeiten intensiv diskutiert.

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