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VPB: Behörden können Abriss für Schwarzbauten verfügen

BERLIN. Ist ein Haus oder ein Anbau ohne Genehmigung gebaut worden, kann die Bauaufsichtsbehörde den Abriss anordnen, zumindest aber ein Nutzungsverbot aussprechen. Dank der heute leicht zugänglichen Luftaufnahmen sehen die Baubehörden auch schnell, wo Schwarzbauten entstanden sind. Schwarzbauten sind und bleiben illegal, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Daran ändert sich auch nichts, wenn sie lange unentdeckt bleiben. Bestandsschutz bekommen sie dadurch nicht automatisch. Bestandsschutz genießen nur Bauten, die zur Bauzeit im Einklang mit dem geltenden Recht standen. Besitzer von Schwarzbauten können versuchen, diese nachträglich genehmigen zu lassen – was natürlich extra kostet. Das ist aber nur möglich, wenn der Bau den geltenden öffentlichen Rechtsvorgaben entspricht. Eine Garantie für die nachträgliche Legalisierung gibt es also nicht. Der VPB rät deshalb, schon beim Kauf einer gebrauchten Immobilie nach der Baugenehmigung zu fragen und diese auch zu prüfen: Sind alle vorhandenen Bauteile auch in der Form legal? Und wer neu baut, der sollte sich unbedingt an die Baugenehmigung halten und eventuelle Änderungswünsche gleich genehmigen lassen. Sowohl die nachträgliche Genehmigung illegaler Bauten samt Bußgeld als auch der Abbruch kommen erheblich teurer.