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VPB: Neubau vor Einzug immer auf Energielecks prüfen!

BERLIN. Die Thermografie ist ein bewährtes Untersuchungsverfahren im Alt- und Neubau. Bei der Altbausanierung hilft sie beim Aufspüren von Wärmebrücken und Feuchteschäden sowie beim Begutachten verputzter Fachwerke. Beim Neubau wird die Thermografie in der Regel zusammen mit dem Blower-Door-Test gemacht, um die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle vor dem Einzug zu testen. Das ist wichtig, so der Verband Privater Bauherren (VPB), denn über 70 Prozent aller Neubauten haben energetische Mängel. Das liegt nicht nur an fehlerhaften Planungen, sondern auch an der schlechten handwerklichen Ausführung auf der Baustelle. Vermeiden lassen sich solche Baumängel nur durch laufende Kontrolle durch unabhängige Sachverständige, wie sie die KfW bei vielen ihrer Programme inzwischen vorschreibt, und durch abschließende Untersuchungen mit dem kombinierten Prüf- und Messverfahren aus Blower-Door-Test und Thermografie. Diese Verfahren sind technischer Standard und werden auch bei Gericht anerkannt. Allerdings wird erst bei der Hälfte aller Neubauten ein Blower-Door-Test durchgeführt. Und nicht einmal ein Fünftel aller Häuser wird vor Bezug mit der Thermografie auf Energielecks hin gecheckt. Vor allem aber: Blower-Door-Tests, die der Ausführende beauftragt, lassen sich gezielt steuern. So kommt immer wieder ein gutes Ergebnis heraus. Und welche Bauherren wissen schon genau, wo beim Messen und Protokollieren die Feinheiten liegen, die am Ende entscheidend sind? Bauherren sollten das nicht akzeptieren und sich die unabhängige, abschließende Qualitätskontrolle mit Blower-Door-Test und Thermografie unbedingt schriftlich im Vertrag zusichern lassen. Wichtig dabei: Nicht die Baufirma sollte die Untersuchungen machen, sondern unabhängige Experten, die auch ein Interesse daran haben, eventuelle Mängel aufzudecken. Bauherren sollten sich die Ergebnisse außerdem genau erläutern und aushändigen lassen.